Batterie-Energiemanagement  

Das Batterie-Energiemanagement sorgt selbstständig dafür, dass in Abhängigkeit vom Batterieladezustand und der Temperatur stets genügend Energie für einen Motorstart zur Verfügung steht. Dies gilt auch dann, wenn das Fahrzeug für einen längeren Zeitraum abgestellt war.

Moderne Fahrzeuge entnehmen ihren Batterien selbst im Ruhezustand Energie. Verkehrsfunkspeicher, aber auch Diebstahlwarnanlage oder der Empfänger für die Funkfernbedienung verbrauchen konstant eine geringe Menge Strom. Wenn ein kritischer Ladezustand der Batterie droht, reduziert das Energiemanagement im Ruhezustand den Verbrauch durch stufenweises Abschalten der Verbraucher. Während der Fahrt kontrolliert das dynamische Energiemanagement laufend die Batteriespannung und Ladeaktivität. Bei Bedarf erhöht das System die Leerlaufdrehzahl geringfügig, um die Leistung des Ladegenerators zu erhöhen. In extremen Fällen werden besonders verbrauchsintensive Komponenten wie etwa die Sitz- oder Heckscheibenheizung kurzzeitig deaktiviert. Der Komfort leidet darunter nicht – im gewöhnlichen Fahrbetrieb erfolgt dieser Stopp so, dass der Fahrer ihn nicht bemerkt.

Schematische Darstellung des Batterie-Energiemanagements in einem Volkswagen

Benzindirekteinspritzung  

Bei der Benzindirekteinspritzung wird der Kraftstoff mit einem maximalen Druck von über 100 bar direkt in den Brennraum eingespritzt. Gegenüber der konventionellen Einspritzung in das Saugrohr ist dieses Verfahren wesentlich präziser und unabhängig von den Öffnungszeiten der Ventile.

Eine besondere Brennraumgeometrie sorgt für eine optimale Verwirbelung des Kraftstoff-Luft-Gemischs. Die Volkswagen Motoren mit Benzindirekteinspritzung zeichnen sich durch ihren hohen Wirkungsgrad aus. Die Kraftstoffeinsparung gegenüber Motoren mit gleicher Leistung und konventioneller Einspritztechnik kann bei angepasster Fahrweise bis zu 15 % betragen. Die Benzindirekteinspritzung ist die Grundlage für die innovative TSI-Technologie.

Siehe auch:
TSI

Abbildung der Volkswagen Benzindirekteinspritzung

Bergabfahrassistent/Berganfahrassistent

Der Bergabfahrassistent hilft durch automatische und gezielte Bremseingriffe bei einer kontrollierten Bergabfahrt im Gelände. Er unterstützt dabei, die Fahrzeuggeschwindigkeit konstant zu halten und extreme Gefälle einfacher zu bewältigen.

Der Berganfahrassistent kann den vom Fahrer aufgebrachten Bremsdruck für maximal zwei Sekunden halten und beim Anfahren am Berg in Abhängigkeit von der Steigung und der Gaspedalstellung automatisch die Bremse lösen. So wird ein komfortables Anfahren am Berg ohne vorheriges Zurückrollen ermöglicht.*

* im Rahmen der Grenzen des Systems

Zwei Volkswagen Fahrzeuge stehen in den Bergen

BEV / Elektroauto / e-Auto / e-Fahrzeug

Dieser Begriff bezeichnet ein Auto, das nicht durch Kraftstoff, sondern durch Strom angetrieben wird. Genau genommen ist es sogar eine übergeordnete Bezeichnung sowohl für Fahrzeuge mit Batterie-, als auch Brennstoffzellenantrieb. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist mit „Elektroauto“ jedoch fast immer das Batteriefahrzeug (BEV) gemeint, das ausschließlich mit Strom fährt.

Biturbo  

Der Zusatz „Biturbo“ weist auf zwei im Motor eingebaute Abgasturbolader hin. Der Fahrer profitiert von gesteigertem Drehmoment im unteren sowie von mehr Leistung im oberen Drehzahl-Bereich und von einem besseren Ansprechverhalten des Motors.

Siehe auch:
Abgasturbolader (ATL)

Schematische Darstellung eines Volkswagen Motors mit eingebauten Abgasturbolader

Bivalenter Antrieb  

Bivalente Erdgas-Modelle besitzen zusätzlich zu den Erdgastanks auch einen vollwertigen Benzintank. Dadurch wird eine größere Gesamtreichweite ermöglicht, die Fahrten in Regionen mit geringer Erdgas-Tankstellendichte erlaubt.

Bei Außentemperaturen unter minus zehn Grad und unmittelbar nach einem CNG-Tankvorgang ist ein Start mit Benzin notwendig. Die Umschaltung in den Gasbetrieb erfolgt nach kurzer Zeit, sobald die Randbedingungen für den störungsfreien Erdgasbetrieb erfüllt sind.

4. Kraftstoffverbrauch Golf TGI Erdgas (CNG), kg/100 km: innerorts 4,8 – 4,4 / außerorts 3,1 – 3,0 / kombiniert 3,6 – 3,5; CO₂-Emission kombiniert (Erdgas (CNG)), g/km: 98 - 95; Kraftstoffverbrauch Benzin, l/100 km: innerorts 7,3 – 6,6 / außerorts 4,6 / kombiniert 5,6 – 5,3; CO₂-Emission kombiniert (Benzin), g/km: 127 - 122; Effizienzklassen: A, A+

Siehe auch:
Quasi-monovalenter Antrieb

Schematische Darstellung des bivalenten Antiebs in einem VW Golf

Bi-Xenon-Scheinwerfer  

Der Bi-Xenon-Scheinwerfer („Bi“ = Zwei) ist eine Weiterentwicklung des Xenon-Scheinwerfers. Sowohl Abblend- als auch Fernlicht können mit einem Scheinwerfer erzeugt werden. Eine bewegliche Blende (Shutter) schirmt beim Abblendlicht einen Teil des Lichtstrahls ab. Bei Betätigung von Lichthupe oder Fernlicht wird die Blende aus dem Lichtstrahl bewegt und gibt die zusätzliche Leuchtkraft frei.

Volkswagen Touareg bei Nacht in der Frontansicht, Detail Bi-Xenon-Scheinwerfer

Blind Spot-Sensor  

Radarsensoren im Heck beobachten den Bereich hinter und neben dem Auto. So können Fahrzeuge in einem Bereich von 20 Metern innerhalb der Systemgrenzen erkannt werden.

Der „Blind Spot“-Sensor funktioniert schon ab 15 km/h und kann mittels einer Anzeige-LED im Außenspiegel den Fahrer über ein anderes Fahrzeug oder Objekt im Warnbereich informieren. Das System weist durch ein konstantes Leuchten im jeweiligen Außenspiegel auf die potentielle Gefahr hin. Betätigt der Fahrer trotzdem den Blinker, fängt die jeweilige LED-Leuchte mit erhöhter Helligkeit an zu blinken und macht auf die Gefahr aufmerksam.

Der „Blind Spot“-Sensor wird in Kombination mit dem Ausparkassistenten angeboten.

Siehe auch:
Ausparkassistent
Spurwechselassistent „Side Assist“

Detailabbildung des Seitenspiegels eines VW Golf

Bluetooth  

Bluetooth schafft die Voraussetzung, dass sich unterschiedliche tragbare Geräte wie Mobiltelefone, Notebooks oder Personal Digital Assistants (PDA) drahtlos verbinden lassen. Die Verbindung besteht als Funkstrecke zwischen den Sende- und Empfangseinheiten der Geräte.

Es lassen sich Entfernungen von rund zehn Metern überbrücken, also ausreichend, um einzelne Geräte innerhalb des Fahrzeugs zu vernetzen. Zum Schutz gegen Abhören der Datenübertragung erhält jedes Bluetooth-Gerät ein so genanntes „Profil“. Dieses Profil besteht aus einer weltweit garantiert einmalig vergebenen Kennziffer, mit deren Hilfe sich Geräte, die miteinander kommunizieren sollen, identifizieren. Für zusätzlichen Schutz beim Übermitteln der Daten sorgt eine Verschlüsselung mit einem 128-Bit-Schlüssel, der bei jedem Vorgang neu generiert wird. Die Bluetooth-Technologie kommt unter anderem Telefonschnittstelle „Business“ zum Einsatz.

Abbildung der Bluetooth Funktion im VW Passat

Bordcomputer  

Der Bordcomputer informiert den Fahrer über eine Anzeige in der Instrumententafel kontinuierlich über den momentanen oder den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch. Aus diesen Informationen errechnet der Bordcomputer auch die verbleibende Reichweite mit der aktuellen Tankfüllung. Mit diesen Angaben erhält der Fahrer wichtige Anhaltspunkte für eine möglichst effiziente und Kraftstoff sparende Fahrweise. Zusätzliche Angaben über die durchschnittliche Geschwindigkeit oder die Gesamtfahrzeit können ebenfalls abgerufen werden.

Detailabbildung des Bordcomputers in einem Volkswagen

Böschungswinkel  

Mit dem Böschungswinkel wird der Übergangswinkel von einer horizontalen Ebene in eine Steigung bezeichnet.

Schematische Darstellung des Böschungswinkels bei einem VW Touareg

Bremskraftverstärker (Duo)  

Die beim Bremsen durch den Fahrer aufzuwendende Pedalkraft wird durch den Bremskraftverstärker reduziert.

Das zweistufige System sorgt für ein feinfühliges Ansprechverhalten. Bis zu einem Bremsdruck von ca. 45 bar, dem so genannten Komfortbremsbereich, arbeitet es mit einer Verstärkung von Faktor 5. Tritt der Fahrer stärker auf die Bremse, erhöht sich die Bremskraftverstärkung bis auf den zehnfachen Wert. Dem Fahrer teilt sich dieses durch ein schnell ansprechendes Bremsverhalten bei kurzem Pedalweg sowie eine gute Dosierbarkeit und verringerten Kraftaufwand bis zum ABS-Regelbereich mit.

Siehe auch:
Hydraulischer Bremsassistent (HBA)

Abbildung der Bremsen eines Volkswagens mit Fokus auf den Bremskraftverstärker

Brennstoffzellenfahrzeug

Brennstoffzellenfahrzeuge haben einen Elektroantrieb, bei dem die benötigte elektrische Energie durch eine Brennstoffzelle aus dem Energieträger Wasserstoff erzeugt wird. Als Emission entsteht dabei lokal nur Wasserdampf. Für Volkswagen ist die Brennstoffzelle eines der möglichen Antriebskonzepte der Zukunft.

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