Technik einfach erklärt.

Sie haben Fragen zum Thema Fahrerassistenzsysteme? Unser Volkswagen Technik-Lexikon hilft bei der Begriffsklärung und vermittelt technisches Know-how auf verständliche Weise.

F

Fahrerassistenzsysteme 

Das Ziel von Volkswagen ist es, durch vorausschauende Fahrzeuge ein unfallfreies Fahren zu ermöglichen. Fahrerassistenzsysteme tragen dazu bei, kritische Situationen im Vorfeld zu erkennen, und helfen, das Risiko von Unfällen zu verringern. Sie bieten dem Fahrer mehr Komfort und entlasten ihn in der Fahrzeugführung.

Zwei Volkswagen Fahrzeuge fahren hintereinander auf einer Straße. Die Sensorik der Fahrerassistenzsysteme ist durch Linien zweischen den Fahrzeugen dargestellt.

Fahrgastzelle 

Die Fahrgastzelle ist der Raum, in dem sich die Fahrzeugpassagiere befinden. Sie bildet einen „steifen" Sicherheitskäfig. Im Gegensatz zu den Deformationszonen („Knautschzonen") der Karosserie ist sie nur schwer verformbar und kann damit bei Unfällen den Überlebensraum der Insassen bewahren. Das Verhalten der Fahrgastzelle wird unter anderem mittels Crashtests optimiert.

Siehe auch:
Crashtest

Schematische Darstellung der Fahrgastzelle in einem Volkswagen

Fahrwerk 

Das Fahrwerk besteht aus allen beweglichen Teilen eines Fahrzeugs, die zur Verbindung mit der Fahrbahn dienen. Dazu gehören die Räder, Radaufhängungen, Federung, Stoßdämpfer sowie Lenkung und Bremse. Es gibt verschiedene Arten von Fahrwerken:

Sportfahrwerk
Mit einer tiefer gelegten Karosserie und einer spezifischen Abstimmung von Federn, Stoßdämpfern und Stabilisatoren für nochmals gesteigerten Fahrspaß bei gutem Komfort.

Schlechtwegefahrwerk

Gegenüber dem Normalfahrwerk höher gestelltes Fahrwerk mit größerer Bodenfreiheit und an die gesonderten Bedingungen angepasste Federung, Stoßdämpfer und Stabilisatoren.

Sport Select Fahrwerk

Das Sport Select Fahrwerk beinhaltet eine um ca. 15 mm tiefergelegte Karosserie und schaltbare Dämpfer. Per Knopfdruck kann der Fahrer zwischen den beiden Fahrwerkseinstellungen „Normal"" oder „Sport"" wählen.

Schematische Darstellung des Fahrwerks in einem VW Arteon

Frontantrieb 

Heute ist der Frontantrieb bei Pkw-Modellen bis zur Mittelklasse das am häufigsten verwendete Antriebsprinzip. Der Antrieb erfolgt auf die Vorderräder. Motor, Getriebe, Achsantrieb und Ausgleichsgetriebe sind zu einer kompakten Einheit zusammengefasst. Beim Frontantrieb wird das Fahrzeug „gezogen", so dass sich ein stabiler Zustand zwischen den Antriebskräften und der Trägheitskraft des Fahrzeugs ergibt. Die Vorderräder müssen Antriebs-, Brems- und Seitenführungskräfte übernehmen. Einflüssen auf die Lenkung wirken entsprechende Auslegungen der Vorderachse entgegen.

VW Passat Limousine in Fahrbewegung von der Seite betrachtet

Fußgängererkennung 

Die Fußgängererkennung ist eine Erweiterung des Umfeldbeobachtungssystems „Front Assist" mit City-Notbremsfunktion. Mithilfe von zwei Sensoren in der Fahrzeugfront, einem Radar im Kühlergrill und einer Kamera im Spiegelfuß erfasst das System den Bereich vor dem Fahrzeug und registriert im Rahmen der Grenzen des Systems zum Beispiel, wenn ein Fußgänger unvermittelt auf die Fahrbahn tritt. Daraufhin wird sofort mit einem akustischen und optischen Signal gewarnt. Erfolgt keine Bremsung, wird mit einem Bremsruck auf den kritischen Abstand hingewiesen, gleichzeitig wird eine mögliche Vollbremsung vorbereitet. Erfolgt seitens des Fahrers keine Reaktion, führt das System im Rahmen seiner Grenzen automatisch eine Notbremsung durch. So kann im Idealfall eine Kollision ganz vermieden oder zumindest deren Schwere gemindert werden.

Ein Fußgänger überquert die Straße vor einem VW Golf. Die Sensorik der Fußgängererkennung wird durch Linien dargestellt

Fußgängerschutz 

Der Fußgängerschutz ist eines der wichtigen Kriterien bei der äußeren Sicherheit eines Fahrzeugs. Volkswagen konstruiert seine Fahrzeuge so, dass auch andere Verkehrsteilnehmer möglichst geringen Gefährdungen ausgesetzt sind. Zu den zahlreichen Maßnahmen beim Fußgängerschutz von Volkswagen gehören unter anderem spezielle Deformationselemente im vorderen Stoßfänger, ein möglichst großer Abstand zwischen Motorhaube und Motor und nachgiebige Kotflügel, zum Teil auch aus Kunststoff. Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Risiko von Verletzungen zu minimieren, indem die „Kontaktzonen" möglichst nachgiebig gestaltet sind.

Siehe auch:
Crashtest

Ein Fußgänger überquert die Straße vor einem Volkswagen

Fahrlichtschaltung, automatisch  

Die automatische Fahrlichtschaltung sorgt stets für eine optimale Beleuchtung des Fahrzeugs, ohne dass der Fahrer das Fahrlicht manuell aktivieren bzw. deaktivieren muss. Das System bietet dem Fahrer einen deutlichen Komfort- und Sicherheitsgewinn. So wird bei einsetzender Dunkelheit oder bei Tunneldurchfahrten am Tag das Fahrlicht über einen Dämmerungssensor automatisch geschaltet. Aber auch bei Regen (Dauerwischen länger als fünf Sekunden) oder bei schneller Fahrt (Geschwindigkeit von über 140 km/h länger als 10 Sekunden) wird das Fahrlicht aktiviert. Sinkt die Geschwindigkeit oder wird der Wischer abgeschaltet, deaktiviert das System das Fahrlicht nach einer kurzen Zeit selbsttätig. Auf diese Weise ist das eigene Fahrzeug für andere Verkehrsteilnehmer besser erkennbar.

VW up! Frontansicht, Detail Scheinwerfer

Fahrprofilauswahl  

Die Fahrprofilauswahl ermöglicht es, in einem gewissen Rahmen individuelle Einstellungen vorzunehmen, die direkte Auswirkungen auf das Fahrzeug haben. So werden für einen persönlichen Fahrstil Lenkung, Motorkennlinie und Getriebesteuerung je nach gewähltem Profil angepasst.
Zur Auswahl stehen fünf verschiedene Modi: Eco (sparsam), Sport (sportlich), Normal, Comfort und Individual (individuell kombiniert).

Interieur eines Volkswagens mit Fokus auf den Boardcomputer mit der Fahrprofilauswahl

Fahrzyklus  

Für die Typzulassung von neuen Fahrzeugen schreibt der Gesetzgeber genormte Prüfverfahren vor. Gemessen werden Abgasemissionen, Verbrauch und CO2-Emissionen bzw. bei Elektroautos die Reichweite. In der Vergangenheit erfolgte das in der EU auf Basis des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ). Dieser wurde ab September 2018 abgelöst vom WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure), dem weltweit harmonisierten Testverfahren. Mit dem WLTP sollen realitätsnähere Stromverbrauchswerte und Reichweiten für den Kunden ermittelt werden. Der neue Testzyklus ist wesentlich länger und die Testprozedur um ein Vielfaches aufwändiger als die vorherige.

Fernlichtregulierung „Light Assist“

Der „Light Assist" sorgt durch automatisches Fernlicht für Komfort und Sicherheit im Straßenverkehr. Eine Kamera am Innenspiegel beobachtet den Verkehr. Ab 60 km/h und bei völliger Dunkelheit schaltet der Light Assist das Fernlicht selbstständig ein. Das System erkennt vorausfahrende und entgegenkommende Fahrzeuge und blendet automatisch ab, bevor diese geblendet werden. Mit dem automatischen Wechsel von Fern- und Abblendlicht ist die Straße bestens ausgeleuchtet.

Ein Volkswagen bei Nacht auf einer Straße von oben betrachtet. Man sieht die Fernlichtregulierung als Lichtkegel

Feststoffzelle

Ein Festkörperakkumulator – auch Feststoffbatterie genannt – ist eine spezielle Bauform von Akkumulatoren, bei der beide Elektroden und auch der Elektrolyt aus festem Material bestehen. Durch den potentiellen Einsatz von Lithium-Metall-Anoden können sich signifikante Vorteile gegenüber klassischen Lithium-Ionen-Batterien ergeben.

Feuchtesensor  

Eine spezielle Sensorik reduziert in Verbindung mit den Regelalgorithmen in der „Climatronic“ den Scheibenbeschlag und erhöht den Klimakomfort durch ein Innenraumfeuchte-Management.
Aus den Daten des Feuchte- und Temperatursensors im Fuß des Innenspiegels wird im Steuergerät der „Climatronic“ die Taupunkttemperatur der Luft - also die Temperatur, bei der die Luftfeuchtigkeit kondensieren würde - berechnet. Ein Infrarotsensor misst berührungslos die Wärmestrahlung der Windschutzscheibe und somit die Scheibentemperatur. Damit die Scheibe nicht beschlägt, regelt die „Climatronic“ die Luftmenge zur Frontscheibe und bei eingeschaltetem Kompressor auch den Wassergehalt der Luft im Fahrzeuginnenraum entsprechend. Zudem kann die relative Feuchtigkeit bezogen auf die Innenraumtemperatur auf ein angenehmes Niveau gebracht werden.

Darstellung des Rückspiegels im Innenraum eines VW Polos

Freilauffunktion  

Die Freilauffunktion dient dazu, die kinetische Energie des Fahrzeugs besser zu nutzen.

Dazu wird im Fahrzustand Nulllast (Fuß vom Gaspedal) der Motor selbsttätig ausgekuppelt und bei Leerlaufdrehzahl gehalten. Das Fahrzeug kann dadurch eine weitere Strecke rollen, die nachfolgend nicht durch den Einsatz von Kraftstoff zurückgelegt werden muss. Der Verbrauchsvorteil im praktischen Fahrbetrieb rührt daher, dass die kinetische Energie des Fahrzeuges nur zur Überwindung des Roll- und Luftwiderstandes genutzt wird und nicht mehr für das Schleppen des Motors bei hohen Drehzahlen. Zeigt der Fahrer über die Bremsbetätigung einen Verzögerungswunsch an, wird der Motor wieder eingekuppelt, um so die Schubabschaltung des Motors zu nutzen; die Kraftstoffzufuhr wird dabei unterbrochen, die Motorbremswirkung verkürzt wieder den Ausrollweg des Fahrzeugs. Alternativ kann zur Auslösung die Tip-Minus Taste am Lenkrad genutzt werden.

Die erzielten Einsparungen liegen teilweise bei 0,5 l/100km und darüber. Die Funktion hängt in ihrer Effizienz von einer vorausschauenden Fahrweise ab; nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hat der Fahrer den längeren Ausrollweg seines Fahrzeugs adaptiert und geht intuitiv früher vom Gas, beispielsweise vor einer Ortschaft.

Mittelkonsole des VW Golfs

Funkfernbedienung  

Hohen Bedienkomfort bietet die Funkfernbedienung der Zentralverriegelung. Mit ihr lassen sich über ein Funksignal alle Türen und die Gepäckraumklappe des Fahrzeugs ver- und entriegeln. Ja nach Ausstattung lässt sich über eine einfache Einstellung die Entriegelung auch auf die Fahrertür beschränken (Einzeltüröffnung).

Der Zugang zur Tankklappe wird automatisch durch die Zentralverriegelungsbefehle mit gesteuert. Die Gepäckraumklappe kann bei Bedarf über eine separate Taste auf der Funkfernbedienung einzeln geöffnet werden. Die Schlösser des Fahrzeugs sind so konstruiert, dass nach dem Verriegeln über die Funkfernbedienung auch das Öffnen über die Türinnenhebel nicht mehr möglich ist, dadurch wird der Diebstahlschutz erheblich verbessert. Einen zusätzlichen Schutz vor Überfällen bietet die Lock-Taste im Innenraum, der Fahrer kann hiermit im Gefahrenfall über einen kurzen Tastendruck alle Türen und die Gepäckraumklappe gleichzeitig von innen verriegeln.

Der Zugang zum Gepäckraum wird durch die Zentralverriegelung gesperrt, sobald das Fahrzeug anfährt.  Dies dient der Verhinderung von unberechtigten Zugriffen. Die Sperrung wird automatisch wieder aufgehoben, sobald der Zündschlüssel abgezogen wird oder jemand das Fahrzeug verlässt.

Zusätzlich kann auch die geschwindigkeitsabhängige automatische Komplettverriegelung aktiviert werden. Diese verriegelt alle Türen und den Gepäckraum, sobald das Fahrzeug schneller als 15 km/h fährt. Auch die Entriegelung erfolgt dann automatisch, nachdem der Zündschlüssel abgezogen wurde oder einer der Insassen eine Tür öffnet.

Abbildung des Funk-Autoschlüssels eines Volkswagens

Fußschutz  

Die unteren Extremitäten des Fahrers können, je nach Kollisionsart und -schwere, einer erheblichen Verletzungsgefahr ausgesetzt sein. Zur Reduzierung der Verletzungsgefahr setzt Volkswagen gezielt Deformationselemente in Fußhebelwerk und Fußstütze ein. Die beim Euro NCAP-Offset-Crash auftretende Stirnwanddeformation führt z. B. ab einem definierten Kraftniveau zur gezielten Freigängigkeit des Fußhebelwerkes. Hierdurch werden die Pedale von der Intrusion entkoppelt, sie bleiben beweglich und weitgehend kraftfrei. Dies verringert das Verletzungsrisiko für Füße und Unterschenkel.

Darstellung der Pedalen im Fußraum des Fahrersitzes in einem VW Scirocco

G

Gangempfehlung 

Die Gangempfehlung zeigt mit einem Pfeil an, wenn es ökonomischer ist, den Gang zu wechseln. Das Motorsteuergerät übernimmt alle notwendigen Berechnungen für den optimalen Betrieb des Motors im Fahrzeug. Aus den gesammelten Informationen errechnet es für jede Fahrsituation die optimale Gangstufe. Das Fahrzeug fährt so im bestmöglichen Betriebspunkt, der Kraftstoff wird effizient genutzt.

Darstellung der Gangempfehlung im Multi-Funktions-Display des VW Golfs

Gespannstabilisierung 

Die elektronische Gespannstabilisierung ist eine Unterfunktion des elektronischen Stabilisierungsprogramms. Das System erkennt eine Instabilität des Fahrzeugs, die durch einen mitgeführten Anhänger bei nicht angepasster Fahrgeschwindigkeit verursacht wird. Durch die gezielte Reduzierung des Motormoments und geeignetes Abbremsen einzelner Räder wird das Gespann beruhigt. Die Gespannstabilisierung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Fahrsicherheit von Gespannen.

Ein VW Golf rangiert, von oben betrachtet, mit einem Anhänger rückwärts um eine Kurve

Gestensteuerung 

Mit der Gestensteuerung lassen sich entsprechend ausgestattete Infotainment-Systeme noch einfacher und komfortabler bedienen. Denn eine ganze Reihe von Menüpunkten lässt sich mit einer einfachen Geste ansteuern. So reicht eine Handbewegung, um zum Beispiel von Radiostation zu Radiostation zu springen.

Ein Mann sitz in einem VW Golf und steuert den Boardcomputer durch eine Handbewegung

Gurtkraftbegrenzer 

Der Gurtkraftbegrenzer reduziert ab einer bestimmten Schwelle die Krafteinwirkung des Gurtbandes auf die Fahrzeuginsassen. Im Zusammenspiel mit Gurtstraffern und Airbags verringert er das Verletzungsrisiko der Frontpassagiere im Oberkörperbereich.

Um das zu erreichen, verformt sich ein Torsionsstab im Gurtaufroller. Das System gibt nun das Gurtband auf einem vorgegebenen Kraftniveau frei. Die maximale Schultergurtkraft wird so vermindert, die Insassen werden sanfter von Gurt und Airbag abgefangen. Auch ohne zusätzlichem Airbag oder Gurtstraffer (z. B. im Fahrzeug hinten) reduziert dieser Kraftbegrenzer die Insassenbelastung.

Siehe auch:
Gurtstraffer
Airbag

Gurtstraffer 

Der Sicherheitsgurt muss bei einem Unfall die Insassen möglichst früh abfangen und daher straff anliegen. Insbesondere durch auftragende Kleidung ist dies nicht immer der Fall. Diesen Effekt nennt man Gurtlose.
Heutige Gurtstraffer enthalten eine kleine pyrotechnische Ladung, die bei der Auslösung den Gurt strafft. Dadurch wird dann die Gurtlose beseitigt.
Gurtstraffer werden elektrisch über das Airbag-Steuergerät ausgelöst und spannen innerhalb von Sekundenbruchteilen das Gurtband vor. Da dieses nun enger am Körper anliegt, nehmen die Insassen früher an der Fahrzeugverzögerung teil und die Körperbelastung verteilt sich gleichmäßiger über den gesamten Auffangprozess, die Verletzungsgefahr sinkt.

Siehe auch:
Airbag
Gurtkraftbegrenzer

Schematische Darstellung eines Volkswagen mit Detail auf den Gurtstraffer

Gegenlenkunterstützung  

Die Gegenlenkunterstützung ist eine Sicherheitsfunktion, die durch die elektromechanische Servolenkung umgesetzt wird:
Sie gibt dem Fahrer in kritischen Situationen den Hinweis, in welche Richtung er lenken sollte, um das Auto zu stabilisieren. Das Fahrzeug lenkt mit dieser Funktion natürlich nicht selbst, sondern macht ein Steuern in die richtige Richtung leichter als in die falsche.

Innenansicht des VW Passats R-Line

Geschwindigkeitsabhängige Servolenkung  

Die geschwindigkeitsabhängige Regelung der Servolenkung erhöht die Handlichkeit und den Komfort und dient auf diese Weise der Sicherheit. Bei niedrigen Geschwindigkeiten ⎼ etwa beim Rangieren ⎼ ist die Servo-Unterstützung am größten. Der Wagen lässt sich dadurch sehr leicht handhaben. Bei höheren Geschwindigkeiten wird die Servo-Unterstützung mit Hilfe der Elektronik mehr und mehr zurückgenommen. Damit kann der Fahrer den Wagen bei hohem Tempo noch exakter und zielgenauer steuern als mit der normalen Servolenkung.

Siehe auch:
Servolenkung

Abbildung der geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung in einem VW Scirocco

Geschwindigkeitsregelanlage (GRA)  

Die Geschwindigkeitsregelanlage ist ein elektronisches Hilfsinstrument zur Steuerung der Fahrzeuggeschwindigkeit.

Das System speichert und hält das vom Fahrer gewählte Tempo. Dieser kann dann auch kurzfristig die Geschwindigkeit manuell um einen definierten Wert erhöhen oder vermindern sowie anschließend ⎼ wenn gewünscht ⎼ auf die zuletzt gespeicherte Geschwindigkeit zurückkehren. Mit der Bedientaste „Aus" beziehungsweise durch Betätigen des Brems- oder Kupplungspedals wird die Geschwindigkeitsregelanlage deaktiviert. Die GRA bietet dem Fahrer vor allem auf langen Fahrten mit gleichbleibender Geschwindigkeit ein deutliches Plus an Komfort. Sie unterstützt zudem die Einhaltung einer bestimmten Geschwindigkeit (wie z. B. in Autobahnbaustellen) und verringert das Risiko zu schnellen Fahrens.

Hinweis:
Bei dichtem Verkehr und ungünstigen Fahrbahnzuständen (Glätte, Nässe etc.) sollte die Geschwindigkeitsregelanlage aus Sicherheitsgründen nicht benutzt werden.

Darstellung der Geschwindigkeitsregleranlage in einem VW Golf

Gesichtserkennung  

Gesichtserkennung ist eine Analyse der Ausprägung sichtbarer Merkmale, die eine Person anhand der geometrischen Anordnung ihrer Gesichtszüge identifizieren kann. Im technischen Zusammenhang kann die Gesichtserkennung als automatisiertes Authentifizierungsverfahren genutzt werden.

Global Positioning System (GPS)  

Wie findet das Navigationssystem den Weg? Voraussetzung dafür, dass der elektronische Pfadfinder die richtigen Fahrempfehlungen erteilt, ist das Global Positioning System (GPS). Bei diesem ursprünglich für militärische Zwecke aufgebauten System umkreisen 24 Satelliten auf exakten Bahnen die Erde. Diese Satelliten senden permanent Signale, die von den GPS-Empfängern gemessen werden. Für die exakte Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit von ca. zehn Metern müssen die Signale von drei Satelliten empfangen werden. Diese Information setzt das Navigationssystem in Verbindung mit den gespeicherten Straßenkarten in Fahrempfehlungen um.

Darstellung des Navigationssystems im Boardcomputer eines VW Passats

H

Halböffentliches Laden  

Einige Supermärkte und Unternehmen stellen auf ihren Parkflächen Ladestationen zur Verfügung, an denen Strom meist kostenlos ist.

Illustration eines ID.3 an einer Ladesäule

Head-up-Display  

Das Head-up-Display zeigt fahrzeugrelevante Informationen direkt im Sichtfeld des Fahrers an. Die Anzeige erfolgt auf einem durchsichtigen Display, das auf Knopfdruck hinter der Instrumententafel ausfährt. Der Fahrer kann damit alle relevanten Informationen ablesen, ohne den Blick von der Straße nehmen zu müssen.
Welche Informationen angezeigt werden, entscheidet der Fahrer selbst. Zum Beispiel aktuelle Geschwindigkeit, Verkehrszeichen, Tempolimits, die Aktivität der Assistenzsysteme, Navigationshinweise oder Warnmeldungen. Die Auswahl erfolgt über ein Menü im Infotainment-System.

Darstellung von Informationen im Head-up-Displays eines VW Tiguan Allspaces

Heckklappe elektrisch  

Die elektrische Gepäckraumklappe lässt sich vom Fahrersitz oder mit dem Funkschlüssel bequem öffnen. Sie schließt sich nach Betätigung eines Tasters in der Klappe selbstständig. Die Öffnungshöhe ist einstellbar, um ein Anschlagen, z. B. in niedrigen Garagen, zu vermeiden.

Schematische Darstellung der elektrischen Heckklappe eines Volkswagens

Hybridantrieb  

Ein Hybridantrieb besteht aus der Kombination von zwei Antriebsprinzipien, wie zum Beispiel einem TSI- und einem Elektromotor. Durch das Hybridkonzept können sich gerade im Stadtverkehr Verbrauchsvorteile und Schadstoffreduzierungen ergeben.

Die Hybrid-Technologie beinhaltet zwei verschiedene Arten von Antrieb:
dem Vollhybrid und dem Plug-in-Hybrid.

Seinen Strom gewinnt der Vollhybrid selbst, indem er beim Bremsen als Generator arbeitet und die Hochvoltbatterie lädt. Der Plug-in Hybrid funktioniert auf die gleiche Weise. Mit einem Unterschied: er bietet die Möglichkeit, die Batterie des Elektro-Motors mit einer externen Stromquelle aufzuladen.

Schematische Darstellung des Hybridantriebs in einem VW Golf
Kraftstoffverbrauch Golf GTE, l/100 km: kombiniert 1,8 - 1,6;
Stromverbrauch, kWh/100 km: kombiniert 12,0 - 11,4; CO2-Emission
kombiniert, g/km: 40 - 36; Effizienzklasse: A+.

Hybridfahrzeuge (HEV)

Hybrid Electric Vehicle sind Fahrzeuge, die mindestens zwei Antriebskonzepte kombinieren: einen verbrennungsmotorischen und einen elektromotorischen Antrieb. Der Begriff „Hybrid“ ist mehrdeutig, da sich Hybridfahrzeuge nach dem Elektrifizierungsgrad (Mikro-, Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid) kategorisieren lassen. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist mit der Bezeichnung „Hybridfahrzeug“ meist jedoch der Vollhybrid gemeint.

Hydraulischer Bremsassistent (HBA)  

Der Komfort-Bremsassistent von Volkswagen unterstützt den Fahrer bei einer Not- oder Panikbremsung. Der hydraulische Bremsassistent (HBA) erkennt anhand der Betätigungsgeschwindigkeit des Bremspedals, ob der Fahrer eine Vollbremsung wünscht und erhöht den Bremsdruck automatisch bis in den ABS-Regelbereich, solange der Fahrer das Bremspedal durchtritt. Bei nachlassender Bremsdruckvorgabe durch den Fahrer verringert das System den Bremsdruck wieder auf den Vorgabewert.
Mit dem Komfort-Bremsassistenten kann der Anhalteweg stark verkürzt werden. Das System arbeitet kaum spürbar für den Fahrer.

Abbildung der HBA Kontrollleuchte

I

ISOFIX-System 

ISOFIX ist die Bemühung namhafter Autohersteller, einen einheitlichen und optimalen Standard für die Befestigung von Kindersitzen zu schaffen. ISOFIX ist keine offizielle DIN-Norm.

ISOFIX-Kindersitze sind mit einer vereinfachten Befestigungsvorrichtung ausgerüstet. Sie können in allen Fahrzeugen eingesetzt werden, die bereits bei der Konstruktion mit entsprechend genormten Steckverbindungen ausgerüstet sind. Die Kindersitzvorbereitung verfügt über zwei Halteösen, die fest mit der Karosserie verbunden sind. ISOFIX-geeignete Kindersitze werden durch zwei Rastarme in dieser Verbindung fest verankert.

ISOFIX-Kindersitze lassen sich einfach montieren und bieten aufgrund der stabilen Befestigung an der Karosserie ein Höchstmaß an Sicherheit. Alle Fahrzeuge der Volkswagen Modellpalette verfügen über ISOFIX-Halteösen im Fond.

Ein Kindersitz ist auf der Rückbank eines VW Tourans mit dem ISOFIX-System befestigt

Induktives Laden

Das induktive Laden nennt man auch kabelloses Laden. Neben Volkswagen arbeiten derzeit viele Forschungsinstitute an dieser Technologie zur drahtlosen Energieübertragung für die Zukunft der Elektromobilität.

Infotainment-System  

Immer mehr und immer neue Informations-, Entertainment- und Kommunikationssysteme erfüllen die wachsenden Ansprüche an Komfort und Sicherheit in einem modernen Fahrzeug. Ein Radio gehört zur Standardausrüstung, die um Mobiltelefon, Navigationssystem, DVD-Wiedergabe usw. ergänzt wird.

Damit der Fahrer nicht durch eine Vielzahl von Bediensystemen belastet wird, wurde ein zentrales Anzeige- und Bedienteil, das Infotainment-System, entwickelt, über das nahezu alle Funktionen des Fahrzeugs intuitiv bedient werden können. Über eine Hauptmenüzeile, menüabhängige Funktionstasten und über Bedienungselemente am Multifunktionslenkrad können sämtliche Funktionen des Infotainment-Systems angesprochen werden.

Ein Mann und eine Frau sitzen in einem VW Passat. Auf dem Boardcomputer ist das Infotainment-System zu sehen

Innenraumüberwachung  

Die neue Generation der Diebstahlwarnanlage umfasst ein bordspannungsunabhängiges Signalhorn und einen zeitgesteuerten Alarm bei unberechtigtem Öffnen der Tür. Die Diebstahlwarnanlage inklusive Ultraschall-Innenraumüberwachung sichert Türen, Gepäck-, Motor- und Innenraum gegen unbefugtes Benutzen. Das Ultraschallsystem bemerkt auch, wenn Personen durch eine zerschlagene Scheibe ins Fahrzeug gelangen wollen. Die Innenraumüberwachung lässt sich ausschalten, wenn zum Beispiel für eine kurze Zeit Tiere im Wagen verbleiben sollen. Das Abschließen des Fahrzeugs aktiviert die Diebstahlwarnanlage, das Öffnen des Wagens schaltet sie ab.

Modellspezifisch verfügen Volkswagen Fahrzeuge auch über Neigungssensoren als Elemente der Diebstahlwarnanlage. Sie registrieren Lageveränderungen des Fahrzeugs (Diebstahl durch Abtransport) und geben daraufhin Alarm. Generell ertönt bei der Diebstahlwarnanlage zunächst ein 30-sekündiges Hupen. Zusätzlich erfolgt ein Dauerblinken der Warnblinkanlage.

Darstellung des automatisch abblendenden Innenspiegels im Innenraum des VW T-Roc

IONITY  

IONITY ist ein Joint Venture der deutschen Automobilindustrie und Ford, an dem auch der Volkswagen Konzern beteiligt ist. IONITY stellt an wichtigen Autobahnen und Hauptverkehrsachsen in ganz Europa Schnellladestationen mit CCS-Anschlüssen bereit, die eine Ladeleistung von bis zu 350 kW anbieten.

IQ Light Scheinwerfer  

Der IQ Light Scheinwerfer ist ein Voll-LED-Scheinwerfer. Über die Basisfunktionen des Abblend- und Fernlichts hinaus können mit der Matrix-Technologie einzelne LED-Segmente gezielt an- bzw. ausgeschaltet werden. Darüberhinaus kann der IQ Light Scheinwerfer Fahrer sogar mit einem „Augenaufschlag“ begrüßen.

IQ.LIGHT – LED-Matrix-Scheinwerfer

Der IQ.LIGHT – LED-Matrix-Scheinwerfer ist ein VOLL-LED inklusive segmentiertem LED-Abbiegelicht. Über die Basisfunktionen des Abblend- und Fernlichts hinaus können mit der Matrix-Technologie einzelne LED-Segmente gezielt an- bzw. ausgeschaltet werden, um so eine Vielzahl von Lichtverteilungen für verschiedene Fahrsituationen zu erzeugen.

Eine Kamera kann bei Fahrten mit Fernlicht entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge erkennen und erfassen. Bestimmte LED-Segmente werden angesteuert, dabei ausgeschaltet und/oder gedimmt, so dass dauerhaft mit Fernlicht gefahren werden kann, ohne andere erkannte Verkehrsteilnehmer zu blenden*. Wird ein Verkehrsschild erkannt, kann die Leuchtkraft der entsprechenden Segmente, die das Schild beleuchten, reduziert werden: so wird die Möglichkeit, einer Blendung durch die Reflexion des Verkehrsschilds verringert*.

Die Segmente des IQ.LIGHT – LED-Matrix-Scheinwerfers bilden die Gesamtlichtfunktion in der Weise, dass Lichtbreite, -weite und -intensität der jeweiligen Situation angepasst werden können*. Die Matrix-Technologie kann dabei helfen, eine viel bessere Ausleuchtung der Straße, mit positiver Wirkung gegen Blendungen und störende Reflektionen, zu erreichen und kann damit für mehr Komfort auf Nachtfahrten sorgen.
 
* im Rahmen der Grenzen des Systems

Blick durch die Frontscheibe eines Volkswagen, die Straße wird durch die Scheinwerfer erleuchtet

K

Karosseriequalität  

Kaum sichtbare Fugen (geringstmögliche Spaltmaße) weisen auf eine hohe Verarbeitungssorgfalt und Karosseriequalität hin. Die wichtigsten Gütemerkmale der Karosserie sind jedoch unsichtbar: Dazu zählen Karosseriesteifigkeit und die einer Karosserie mitgegebene passive Sicherheit („crashsichere" Fahrgastzelle). Zu guter Qualität gehört außerdem ein solider Korrosionsschutz.

Siehe auch:
Crashtest
Karosseriesteifigkeit
Passive Sicherheit
Fahrgastzelle
Korrosionsschutz

Ein VW Tiguan R-Line steht bei Nacht auf einer Straße

Karosseriesteifigkeit  

Die Karosseriesteifigkeit ist einer der Schlüssel für Sicherheit, Komfort und Haltbarkeit eines Automobils. Je weniger sich ein Fahrzeug auf unebenen Fahrbahnen oder in schnell gefahrenen Kurven „verwindet"", desto höher ist seine Torsionssteifigkeit und desto sicherer ist sein Fahrverhalten.

Die Steifigkeit fällt bei unterschiedlichen Karosserieformen verschieden aus. Generell kann die Struktur eines offenen Autos nicht die Steifigkeit einer geschlossenen Karosserie erlangen.

Die statische Steifigkeit der Karosseriestruktur ist sowohl ein wesentlicher technischer Kennwert als auch eine relevante Größe des subjektiven Empfindens für Sicherheit und Fahrkomfort. Die dynamische Steifigkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für hervorragende Fahrdynamik, guten Schwingungskomfort und ausgewogene Akustik.

Siehe auch:
Karosseriequalität

Schematische Darstellung der Karosseriestreifigkeit bei einem Volkswagen

Karosserieverzinkung  

Die sicherste Methode, Stahlblech gegen Korrosion zu schützen, ist das Verzinken. Beim Verzinken bildet das Zink keine lose Schicht auf dem Blech, sondern reagiert zu einer stabilen Verbindung, die auch gegen Beschädigungen der Oberfläche unempfindlich ist. Mit der galvanischen Verzinkung, die in sehr geringer Dicke von weniger als 20 Mikrometer (Millionstel Meter) erfolgt, können vor allem feinere Flächen behandelt werden. Sie eignet sich vor allem für die sichtbaren Oberflächen der Karosserie.

Die Verzinkung garantiert einen optimalen Schutz vor Korrosion und sichert die Strukturfestigkeit über die gesamte Lebensdauer. Durch die längere Betriebsdauer des Fahrzeugs werden Ressourcen nachhaltig geschont.

Ein VW Passat von der Seite betrachtet

Katalysator  

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird mit „Kat"" das komplette System zur katalytischen Abgasreinigung in Kraftfahrzeugen bezeichnet. Es enthält einen wirksamen chemischen Katalysatorstoff (meist Edelmetalle wie Platin und Rhodium), keramisches oder metallisches Trägermaterial, ein Gehäuse und je nach Bauart verschiedene Regeleinrichtungen zur Prozesssteuerung. Je nach Bauart oxidiert der Katalysator Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid, Kohlenwasserstoffe zu Kohlendioxid und Wasser und/oder reduziert Stickoxide zu Stickstoff- und Sauerstoffgas. Wirksame Katalysatoren vermindern die Schadstoffe im Abgas um bis zu 90 Prozent.

In Automobilen kommen Dreiwege-Katalysatoren (Ottomotoren), Oxidations-Katalysatoren, NOx-Speicherkatalysatoren und SCR-Systeme (Dieselmotoren) zum Einsatz - je nach Motor mit bis zu zwei Haupt- und vier Vor-Katalysatoren. Um seine Arbeit effizient zu verrichten, benötigt der Dreiwege-Katalysator eine bestimmte Arbeitstemperatur. Daher kommen motornahe Vorkatalysatoren zum Einsatz, die bereits in der Warmlaufphase des Motors belastende Emissionen reduzieren.

Die für die Wandlung optimale Zusammensetzung des Benzin-Luft-Gemischs regelt die Lambdasonde im Zusammenspiel mit dem Motorsteuergerät.

Abbildung eines Volkswagen Katalysators

Keyless Access  

Keyless Access bzw. Kessy (Keyless-Entry-Start-and-Exit-System) ist das automatische Schließ- und Startsystem von Volkswagen. Es bietet dem Fahrer höchsten Komfort, da der Schlüssel zwar mitgeführt, aber nicht in die Hand genommen werden muss.

Die wichtigsten Komponenten des schlüssellosen Fahrzeugzugangs sind der ID-Geber im Fahrzeugschlüssel, das elektronische Zündschloss, der Starterknopf, das Steuergerät, die elektrische Verriegelung der Lenksäule sowie Antennen und Sensoren in den Türgriffen.

Der Schlüssel wird über Näherungssensoren in den Türgriffen und einen Funk-Impulsgeber im Schlüsselgehäuse identifiziert, sobald sich der Fahrer im Bereich von ca. 1,50 Meter Abstand am Fahrzeug aufhält. Bei Betätigung des Türgriffes (oder der Gepäckraumklappe) wird das Fahrzeug automatisch entriegelt. Auch die vor Fahrtantritt erforderliche Freigabe von Lenkung und Zündung lässt sich rein elektronisch und ohne Schlüssel im Zündschloss absolvieren. Führt der Fahrer den Schlüssel im Innenraum bei sich, kann der Motor mit Durchdrücken des Starterknopfes angelassen werden. Der Fahrzeugschlüssel kann aber auch wie ein gewöhnlicher Schlüssel zur Bedienung der Zentralverriegelung genutzt werden. Beim Verlassen des Fahrzeugs genügt es, den kleinen Verriegelungs-Taster an den Türgriffen zu drücken, um das Fahrzeug abzuschließen.

Modellabhängig bietet Kessy noch mehr Komfort für die Limousine: mit der berührungslosen Öffnung der Gepäckraumklappe „Easy Open“.

Darstellung des Keyless Access auf der Mittelkonsole im VW Golf

Klimaanlage  

Die Klimaanlage besteht im Wesentlichen aus Kältesystem, Heizung und Gebläseeinheit. Sie ergänzt das Lüftungssystem in einem Fahrzeug.
Volkswagen bietet für seine Modelle sowohl eine halbautomatische Klimaanlage wie auch eine Klimaautomatik „Climatronic" an.

Die „Climatronic“ regelt die Innenraumtemperatur gemäß der vorgewählten Wunschtemperatur mit automatischer Anpassung der Gebläsedrehzahl und Betätigung der Luftverteilungsklappen. So bietet sie bei nahezu allen Betriebs- und Witterungsverhältnissen ein angenehmes Klima mit möglichst zugfreier Durchströmung der Luft im Fahrgastraum. Die elektronische Steuerung der „Climatronic“ erfasst alle wichtigen Einfluss- und Störgrößen wie z. B. Sonnenstand, Sonneneinstrahlung und Außentemperatur und führt entsprechend mehr oder weniger kühle Luft zu.

Durch die Einbindung des Steuergerätes in den CAN-Datenbus stehen darüber hinaus weitere Komfortmerkmale zur Verfügung: Der automatische Umluftbetrieb bei Aktivierung der Scheibenreinigung oder Einlegen des Rückwärtsgangs bewahrt die Insassen vor Geruchsbelästigungen. Die geschwindigkeitsabhängige Regelung der Gebläsedrehzahl mit automatischer Anpassung der Ausströmtemperatur verringert das Geräuschniveau bei langsamer Fahrt.

Des Weiteren aktiviert die „Climatronic“ per einfachen Knopfdruck auch die Defrostfunktion bei beschlagenen oder vereisten Scheiben. Dabei wird bei hoher Gebläseleistung der gesamte Luftstrom an die Innenseite der Scheibe gelenkt. Liegt die Außentemperatur über 2,5 °C, schaltet sich die Kälteanlage zum Trocknen der Luft mit ein.

Die „Climatronic“ von Volkswagen sorgt auf diese Weise für ein höheres Wohlbefinden der Insassen, mehr Komfort und bessere Sicht. Durch die angenehme Temperierung bleibt die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit des Fahrers erhalten.

Fahrzeugabhängig kommen verschiedene Ausstattungen zum Einsatz:

  • Klimaanlage mit 1-Zonen-Temperaturregelung
  • Klimaanlage mit 2-Zonen-Temperaturregelung:
    teilt den Fahrgastraum in zwei Klimazonen. Fahrer und Beifahrer können ihre Temperatur unabhängig voneinander wählen.
  • Klimaanlage mit 3-Zonen-Temperaturregelung:
    Fahrer, Beifahrer und Passagiere im hinteren Fahrgastraum können ihre Temperatur unabhängig voneinander einstellen.
    Klimaanlage „Air Care Climatronic“ mit 2- oder 3-Zonen-Temperaturregelung


(Ein Aktiv-Biogen-Filter verhindert zusätzlich das Eindringen von Pilzsporen und kleinsten Allergenen.)

 

Darstellung der Klimaanlage in einem VW Up!

Klopfsensor  

Der Klopfsensor ist außen am Motor angebracht und verhindert schädliche Selbstzündungen. Der Effekt des Klopfens entsteht durch eine außerzyklische unkontrollierte Verbrennung, die für extreme Temperaturen im Zylinder sorgt. Diese hohen Wärmemengen belasten Motorbauteile wie Kolben, Ventile und Zylinderkopf stark und können zu Beschädigungen führen.

Der Klopfsensor registriert den Körperschall des Motors. Das Motorsteuergerät gleicht die Messimpulse mit den gespeicherten Sollwerten ab und greift entsprechend in die Steuerung von Motor, Einspritzung und Zündung ein, bevor die Verbrennung die Klopfgrenze erreicht.

Der Klopfsensor erkennt auch die Kraftstoffqualität. Je höher die Oktanzahl, desto klopffester ist der Kraftstoff. Das heißt: Super Plus mit 98 Oktan zündet bei einer höheren Temperatur als Normalbenzin mit 95 Oktan. Steht jedoch nur eine geringere Kraftstoffqualität zur Verfügung, korrigiert das Motorsteuergerät aufgrund der Informationen vom Klopfsensor automatisch den Zündzeitpunkt. Eine Beschädigung des Motors wird somit vermieden.

Komfort-Bremsassistent (HBA)  

Der Komfort-Bremsassistent von Volkswagen unterstützt den Fahrer bei einer Not- oder Panikbremsung. Der hydraulische Bremsassistent (HBA) erkennt anhand der Betätigungsgeschwindigkeit des Bremspedals, ob der Fahrer eine Vollbremsung wünscht und erhöht den Bremsdruck automatisch bis in den ABS-Regelbereich, solange der Fahrer das Bremspedal durchtritt. Bei nachlassender Bremsdruckvorgabe durch den Fahrer verringert das System den Bremsdruck wieder auf den Vorgabewert.

Mit dem Komfort-Bremsassistenten kann der Anhalteweg stark verkürzt werden. Das System arbeitet kaum spürbar für den Fahrer.

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