Technik einfach erklärt.

Sie wollen wissen, was eine Lambdasonde ist und haben Fragen zum Thema Naturstrom? Unser Volkswagen Technik-Lexikon hilft bei der Begriffsklärung und vermittelt technisches Know-how auf verständliche Weise.

L

Ladekabel  

Lädt man sein e-Auto zu Hause an der optionalen Wallbox am Carport oder in der Garage, muss man nur das Ladekabel mit dem Stecker in die Ladedose des Fahrzeugs stecken. Der Ladevorgang beginnt automatisch, nachdem die Steckverbindung hergestellt ist. Ähnlich ist es an Stationen, die zum Beispiel Arbeitgeber zur Verfügung stellen. Ein Ladekabel sollte hier bereits fest installiert sein. An manchen öffentlichen Ladestationen wiederum gibt es kein Ladekabel. Hier nutzt man einfach das mitgelieferte Ladekabel.

Illustration eines Ladekabels für den I

Ladekarte

Die Ladekarte ist (neben der Bezahlung per App oder Kreditkarte) eine bequeme Art den an einer öffentlichen Ladesäule getankten Strom zu bezahlen. Mit der Volkswagen We Charge Ladekarte können Kunden künftig europaweit an rund 100.000 Stationen Strom bekommen.

Illustration eines Bezahlvorgangs an einer Ladesäule

Ladeleistung

Eine einfache Grundregel besagt: Je höher die Ladeleistung, desto schneller der Ladevorgang. Allerdings kann die Dauer erheblich variieren – abhängig vom Ladezustand der Batterie. Wird zum Beispiel der ID.3  an einer Haushalts-/Schuko-Steckdose aufgeladen, kann mit 2,3 kW pro Stunde geladen werden. Schneller geht es an der Wallbox (bis zu 11kW/h) oder Wechselstrom-Ladestation (22 kW/h).
Am schnellsten sind die High-Power-Charging-Ladestationen (HPC) mit einer Ladeleistung ab 100 kW.

Ladeluftkühlung

Die Ladeluftkühlung verringert die thermische Belastung des Motors. Bei der Abgasturboaufladung steigt durch die Verdichtung der Frischluft die Temperatur im Lader. Da die erhitzte Luft einen größeren Raum einnimmt als kühle, füllen sich in der Folge die Zylinder mit weniger Luft, als es dem Ladedruck entspricht, und bei Ottomotoren erhöht sich die Klopfneigung. Aus diesem Grund wird die verdichtete Luft durch das Kühlwasser des Motors oder die Außenluft gekühlt. Außerdem werden durch die Ladeluftkühlung die NOx-Emissionen und der Kraftstoffverbrauch reduziert.

Ladestationen

Ladestationen gibt es im privaten sowie im öffentlichen Raum. Die gängige Art des privaten Ladens ist an der optionalen Wallbox zu Hause am Carport oder in der Garage. Sie bietet gegenüber dem Aufladen über das mitgelieferte Kabel an der Haushaltssteckdose die größere AC-Ladeleistung und ist besonders komfortabel zu bedienen. Die Batterieladung wird mit der nächsten Stromrechnung gezahlt. Stationen im öffentlichen Raum, die zum Beispiel von Arbeitgebern zur Verfügung gestellt werden, haben meist ein fest installiertes Ladekabel. Hier wird – wenn der Arbeitgeber den Strom nicht kostenlos zur Verfügung stellt – in der Regel mit einer Ladekarte gezahlt. An öffentlichen Ladestationen nutzt man – falls kein festangeschlagenes Kabel vorhanden ist – einfach das mitgelieferte Ladekabel und bezahlt entweder per Ladekarte oder App (via NFC-Standard oder QR-Code). Alternativ wird über das sogenannte Ad-hoc-Laden direkt mit dem Betreiber der Ladestation z.B. über Kreditkarte abgerechnet.

Illustration einer öffentlichen Ladesäule

Ladestecker

Es gibt zwei etablierte Arten von Ladesteckern: Mennekes-Stecker und Combo-2-Stecker.
Der „Mennekes-Stecker“ (Typ 2, im Bild rechts) ist für das Langsamladen und entspricht dem europäischen Standard für die AC-Ladung. Viele der öffentlichen AC-Ladestationen sind mindestens mit einer Typ 2-Steckdose ausgestattet.
Der als „Combo-2-Stecker“ (im Bild links) bezeichnete Steckertyp ist für das DC-Schnellladen in Europa Standard. Mit zusätzlichen Kontakten sorgt er für die DC-Schnellladung an öffentlichen Ladestationen ab einer DC-Ladeleistung von mehr als 22 kW.

Illustration Mennekes-Stecker und Combo-2-Stecker

Lambdasonde

Lambda bezeichnet das Luft-Kraftstoff-Verhältnis im Verbrennungsmotor (stöchiometrisches Verhältnis). Das chemisch optimale Verhältnis ist Lambda=1, wenn es 14,7 kg Luft zu 1 kg Kraftstoff (für Benzin) beträgt.Die Lambdasonde ist als Sensor in der Lage, dieses Verhältnis zu messen. Sie ist verantwortlich für den korrekten Betrieb eines Katalysators.

Die Sonde sitzt im Abgasstrang vor dem Katalysator und misst über den Restsauerstoffgehalt die Abgaszusammensetzung. Auf Basis dieses Wertes regelt die Motorsteuerung die Gemischzusammensetzung für die Einspritzanlage.

Siehe auch:
Katalysator

Abbildung der Lambdasonde eines Volkswagens

Leaving home-Funktion  

Das Abblendlicht, die Umfeldleuchten in den Außenspiegelgehäusen, das Schlusslicht der Heckleuchten und die Kennzeichenbeleuchtung werden eingeschaltet, wenn der Fahrer mit der Funkfernbedienung die Verriegelung der Türen öffnet (leaving home). So kann die Fahrzeugaußenbeleuchtung genutzt werden, um bei Dunkelheit den Weg zum Fahrzeug zu beleuchten.

Ein VW T-Roc von vorne betrachtet bei Dämmerung

LED-Technik  

Die LED (Light Emitting Diode) ist ein Licht emittierender Halbleiter. Die Vorzüge der LED-Technologie gegenüber herkömmlichen Glühlampen liegen in ihrem niedrigeren Energieverbrauch, kürzeren Ansprechzeiten, geringerem Raumbedarf sowie einer höheren Lebensdauer.

Bei Volkswagen werden LEDs unter anderem in den Rückleuchten, als Tagfahrlicht sowie als Blinker in den Außenspiegelgehäusen eingesetzt. Die hohe Betriebssicherheit und Lebensdauer von LEDs erhöhen die Sicherheit durch die verringerte Ausfallwahrscheinlichkeit von Rückleuchten und Bremslichtern.

Ein VW Arteon von vorne und von hinten betrachtet mit Fokus auf die LED-Technik der Scheinwerfer/Rückleuchten

Leichtbau (EGPE)

Konstruktions- und Werkstofftechnik, die eine Gewichtseinsparung zum Ziel hat.  Durch Leichtbau kann der Stromverbrauch gesenkt und die elektrische Reichweite gesteigert werden. Zusätzlich können durch Leichtbau die Fahrleistungen verbessert werden.

Lendenwirbelstütze  

Die Lendenwirbelstütze sorgt dafür, dass die optimale Sitzhaltung beibehalten wird. Vor allem bei langen Fahrten kann die Muskulatur durch Ermüdung zusammensacken. Dem wirkt die Lendenwirbelstütze entgegen, indem sie die Wirbelsäule entspannt und so möglichen Beschwerden durch Fehlhaltungen, Verkrampfen oder bereits vorhandene Rückenprobleme vorbeugt.

Darstellung eines Sitzes mit Lendenwirbelstütze in einem VW Polo

Lithium-Ionen-Akku

Der Lithium-Ionen-Akku ist ein Akkumulator mit sehr hoher Energiedichte. Er ist thermisch stabil. Das Auftreten des Memory-Effekts ist daher sehr selten. Aufgrund der positiven Eigenschaften setzt Volkswagen auf diese Art der Technologie.

Luftfederung (CDC)  

Einen außerordentlich hohen Fahrkomfort bietet die Luftfederung, kurz CDC (Continous Damping Control). Anstelle konventioneller Stahlfedern verfügt sie über mit Druckluft gefüllte Gummibälge. Durch Anpassung der Luftmenge kann das System die Höhe der Karosserie einstellen.

Volkswagen bietet eine Luftfederung mit kontinuierlicher Dämpferanpassung an. Aufgrund der automatischen Niveauregulierung wird die Karosserie unabhängig vom Beladungszustand auf konstantem Niveau gehalten. Nick-Bewegungen beim Bremsen oder Beschleunigen werden ausgeglichen. Das Luftfeder- und Dämpfersystem verbessert den Fahr- und Federungskomfort deutlich.

Abbildung einer Volkswagen Luftfederung

M

Massagefunktion (Sitze)  

Luxuriösen Komfort und Entspannung bieten Sitze mit Klimatisierung und Massagefunktion.

Klimatisierung:
Die Erwärmung bzw. Kühlung durch Belüftung von Sitzfläche und -lehne sorgt für hohes Wohlgefühl und verhindert eine verkrampfte Haltung. Auf Bewegungsfreiheit einschränkende Winterkleidung im Auto kann durch die Sitzheizung verzichtet werden. Dadurch liegen die Sicherheitsgurte besser an und können so besser schützen. Damit ist z. B. eine bessere Wirkungsweise des Rückhaltesystems gegeben.

Massagefunktion:
Die Massagefunktion entlastet die Wirbelsäule sowie die Rückenmuskulatur und kann einen positiven Beitrag zum Wohlbefinden leisten.

Abbildung von Vordersitzen mit Massagefunktion im VW Sharan

McPherson-Achse  

Bei dieser Radaufhängung erfolgt die Radführung durch einen Querlenker unterhalb der Radmitte (meist Dreiecksquerlenker), ein Federbein und eine Spurstange. Die Anbindung der Querlenker an den Hilfsrahmen geschieht über jeweils zwei Gummi-Metall-Lager. Durch die Anordnung der beiden Gummilager bezogen zur Mitte des Rades und einer entsprechenden Kennungsauslegung wird ein Optimum hinsichtlich Agilität, Fahrsicherheit und Komfort ohne gegenseitige Beeinflussung erreicht.

In der Fahrpraxis macht sich diese Achskonstruktion durch hohen Fahrkomfort und gute Fahrsicherheit bemerkbar. Die Vorteile der McPherson-Achse sind geringe ungefederte Massen, eine große Abstützbasis, niedrige Kräfte und geringer Raumbedarf. Die nach ihrem Erfinder benannte Konstruktion wurde über die Jahrzehnte kontinuierlich weiterentwickelt und ist heute Standardbauform für viele Fahrzeuge bis zur Mittelklasse.

Abbildung einer Volkswagen McPherson-Achse

McPherson-Federbein  

Unter McPherson-Federbeinen versteht man eine bestimmte Form der Einzelradaufhängung an der Vorderachse eines Fahrzeugs. Das McPherson-Federbein übernimmt die Verbindung zwischen dem Radträger und der Karosserie. Das Federbein hat folgende Funktionen: Federung des Fahrzeugs, Begrenzung der Ein- und Ausfederwege (Zug- und Druckanschlag), Schwingungsdämpfung, Aufnahme des Federbeinlagers zur Anbindung an die Karosserie und Übertragung der Lenkbewegung. Die Verwendung leichter und hochfester Materialien reduziert die ungefederten Massen, was Fahreigenschaften und Komfort zugutekommt. Vorteile dieses Systems sind zum einen die platz- und gewichtssparende Bauweise, zum anderen die großen Federwege.

Abbildung eines Volkswagen McPherson-Federbeins

MEB

Alle ID. Modelle basieren auf dem Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) von Volkswagen. Herzstück dieser Fahrzeugarchitektur ist die skalierbare Batterie – vollintegriert in die Struktur der künftigen Elektrofahrzeuge. Das Ergebnis sind Reichweiten von über 550 Kilometern (nach WLPT). Design und Innenraum können aufgrund des MEB flexibel gestaltet werden – vom Kompaktauto über SUVs bis zum Bus ist alles möglich.

Schematische Darstellung des Modularen E-Antriebsbaukastens MEB

Mehrlenker-Hinterachse  

Die Mehrlenker-Hinterachse oder auch Multilenker-Hinterachse ist eine neuartige Hinterachs-Konstruktion. Bei ihr nehmen drei Quer- und ein Längslenker pro Rad (Vierlenker-Prinzip) jeweils unterschiedliche Kräfte auf. Dadurch können Längs- und Querdynamik gezielt und nahezu unabhängig voneinander abgestimmt werden und es kann ein hohes Maß an Fahrstabilität und Komfort erreicht werden. Bei nur kleinen baulichen Modifikationen ist die Mehrlenker-Hinterachse sowohl für den Einsatz in Fronttrieblern als auch Allradfahrzeugen geeignet.

Abbildung einer Volkswagen Mehrlenker-Hinterachse

Memory-Effekt  

Der Memory-Effekt beschreibt den Kapazitätsverlust bei einigen Akkuarten, die vor neuerlicher Aufladung nicht vollständig entladen wurden. Man geht davon aus, dass sich der Akku den Energiebedarf „merkt“. Mit der Zeit stellt er dann statt der ursprünglichen nur noch die bei den bisherigen Entladevorgängen benötigte Energiemenge zur Verfügung. Bei modernen Lithium-Ionen-Akkus sollte dieser Effekt allerdings nicht mehr vorkommen.

Memory-Funktion  

Sitze mit Memory-Funktion bieten die Möglichkeit, individuelle Sitzeinstellungen von verschiedenen Personen zu speichern und auf Knopfdruck wieder abzurufen. Die Fahrersitz- und Außenspiegeleinstellungen können einem Fahrzeugschlüssel zugeordnet werden.

Darstellung der Sitzeinsetellung mit Memory-Funktion in einem VW Golf

mHEV

Als mHEV oder mild hybrid electric vehicle wird ein Fahrzeug bezeichnet, welches mit Mild-Hybrid-Technologie ausgestattet ist. Der Verbrennungsmotor wird hierbei durch (mindestens) einen kleinen Elektromotor, meist auf 48V-Basis, ergänzt. Dieser rekuperiert während des Bremsvorgangs und beim Ausrollen Energie, die in einer Batterie gespeichert wird. Diese Energie kann dann zum Beispiel beim Anfahren wieder zur Verfügung gestellt werden. So wird der eingesetzte Kraftstoff noch effizienter ausgenutzt, Emissionen gesenkt und der Fahrkomfort verbessert. Volkswagen verwendet diese Technologie in seinen eTSI-Aggregaten.

Mixed Reality Brille

Mixed Reality (MR) beschreibt ein Kontinuum der Virtualität zwischen den Endpunkten vollständige Realität und vollständige Virtualität. In Mixed Reality-Anzeigen werden zu jeweils unterschiedlichen Graden reelle und virtuelle Inhalte vermischt. Dies beinhaltet Augmented Reality (AR) und Augmented Virtuality (AV).
Mixed Reality-Brillen sind in diesem Sinne bildgebende, am Kopf getragene Geräte, die derartige Anzeigen abbilden (bspw. die Microsoft HoloLens).

Mobilitätsreifen  

Mobilitätsreifen (AirStop® Reifen) verfügen über eine Polymereinlage auf der Innenseite der Lauffläche und wirken dem Eindringen von Fremdkörpern mit einem Durchmesser von bis zu fünf Millimetern entgegen. Sofern eine Beschädigung der Lauffläche auftritt, wird der Stichkanal nach dem Entfernen des Fremdkörpers von der viskosen Dichtmasse augenblicklich umschlossen und ein Verlust des Reifenluftdrucks vermieden. Dadurch wird das statistische Risiko einer Reifenpanne minimiert. Außerdem verringert sich durch den Entfall eines Ersatzrades das Fahrzeuggewicht, und es steht mehr Gepäckraumvolumen zur Verfügung.

VW Tiguan Frontalansicht mit Mobilitätsreifen

Motormanagement 

Primäre Aufgabe des Motormanagements ist die Koordination aller Parameter, um einen möglichst wirtschaftlichen Motorbetrieb mit geringen Emissionen zu gewährleisten.
Die Regelung des Motormanagements erfolgt unter Berücksichtigung von Drehzahl, Motortemperatur, Kraftstoffsorte (ermittelt über einen Klopfsensor) und Gaspedalstellung. Im Steuergerät werden alle eingehenden Informationen bearbeitet und daraus die Steuersignale für die einzelnen Baugruppen ermittelt. Um die Vielzahl der Daten zu bearbeiten, sind dafür 16- oder 32-Bit-Prozessoren notwendig.
Gesteuert werden je nach Motortyp beispielsweise Zündzeitpunkt, Einspritzmenge, Einspritzzeit, Abgasrückführung, Drosselklappenstellung, Schaltsaugrohr-Stellung, variable Turbinengeometrie (bei Abgasturbolader) und Nockenwellenverstellung. Bei Abweichungen vom Normalbetrieb werden entsprechende Informationen im Fehlerspeicher abgelegt, damit beim nächsten Service darauf eingegangen werden kann.

Motorschleppmomentregelung (MSR)  

Die Motorschleppmomentregelung, kurz MSR, verhindert eine Blockierneigung der Antriebsräder durch die Bremswirkung des Motors auf glatter Fahrbahn. Dies geschieht, wenn der Fahrer abrupt vom Gas geht oder schnell einen Gang zurückschaltet. Durch die Bremswirkung des Motors können die Antriebsräder zum Rutschen neigen. Sie verlieren kurzzeitig die Bodenhaftung und der Fahrzustand wird instabil. Die MSR erhält in diesen Situationen die Fahrstabilität und verbessert somit die Sicherheit.

Die notwendigen Informationen erhält das Steuergerät der MSR von den Raddrehzahlsensoren und von dem Motor- beziehungsweise Getriebesteuergerät über den Datenbus. Erkennt das Steuergerät einen Schlupf der Antriebsräder, so sendet die MSR über den Datenbus ein Signal an das Motorsteuergerät. Die Motordrehzahl wird leicht erhöht, bis sich die Antriebsräder wieder entsprechend der Fahrzeuggeschwindigkeit drehen. Dadurch bleiben das Fahrzeug lenkfähig und die Fahrstabilität erhalten. Die Motorschleppmomentregelung arbeitet über den gesamten Geschwindigkeitsbereich.

Siehe auch:
Raddrehzahlsensoren
 

Multifunktionsanzeige (MFA)  

Die Multifunktionsanzeige im direkten Sichtfeld des Fahrers bietet als kompakte Informationseinheit Komfort und Sicherheit. Wichtige Fahrzeuginformationen werden auf einen Blick erfasst, so dass der Fahrer seine Aufmerksamkeit dem Straßengeschehen widmen kann.

VW Tiguan mit Multifunktionsanzeige

Multikollisionsbremse  

Knapp ein Viertel aller Unfälle mit Personenschäden sind Multikollisionen. Die Multikollisionsbremse von Volkswagen kann dabei helfen, Folgekollisionen zu vermeiden oder deren Schwere zu verringern.

Nach einer Kollision und im Rahmen der Grenzen des Systems leitet die Multikollisionsbremse automatisch eine Bremsung ein, noch bevor der Fahrer reagieren kann. Die Schwere des Unfalls kann dadurch reduziert und Folgekollisionen können im Idealfall vermieden werden.

Der Fahrer kann die Kontrolle über das Fahrzeug jederzeit wieder übernehmen.

Schematische Darstellung der Funktionsweise der Multikollisionsbremse

Multimediabuchse AUX-IN  

Mit der Multimediabuchse AUX-IN kann eine externe Audioquelle an das Radio- und Radio-Navigationsgerät angeschlossen werden. Die Bedienung erfolgt über das angeschlossene Gerät, die Lautstärke wird über das Radio- oder Radio-Navigationsgerät geregelt.

AUX-IN ist nur in Verbindung mit bestimmten Radio- und Radio-Navigationssystemen bestellbar.

Siehe auch:
Radio-Navigationssystem
Multimediabuchse MEDIA-IN

Multimediabuchse mit AUX-IN Anschluss in einem Volkswagen

Multimediabuchse MEDIA-IN  

Die Multimediabuchse MEDIA-IN ist eine Schnittstelle für MP3-Player mit USB-Zertifizierung, Apple iPods ab der vierten Generation und externe Datenspeicher. Die Schnittstelle bietet die Möglichkeit, Audiodateien direkt von mobilen Datenspeichern über die fest integrierten Infotainmentsysteme wiederzugeben. Die Bedienung erfolgt über das Radio oder das Navigationsgerät. Dort werden die Folder, Playlists und Titel angezeigt und können per Touchscreen ausgewählt werden.

MEDIA-IN ist nur in Verbindung mit bestimmten Radio- und Radio-Navigationssystemen bestellbar.

Siehe auch:
Radio-Navigationssystem
Multimediabuchse AUX-IN

Multimediabuchse mit MEDIA-IN Anschluss in einem Volkswagen

Multipoint Injection (MPI)  

Bei der Saugrohreinspritzung erfolgt die Gemischbildung im Saugrohr vor dem Einlassventil. Multipoint Injection (MPI) kennzeichnet die Einspritzanlage mit einem Einspritzventil je Zylinder.

Abbildung einer Volkswagen Einspritzanlage

Müdigkeitserkennung  

Die Müdigkeitserkennung empfiehlt dem Fahrer auf Basis bestimmter Parameter eine Pause. Denn Unaufmerksamkeit und erhöhte Müdigkeit können im schlimmsten Fall zu einem Verlassen der Fahrbahn führen. Die Müdigkeitserkennung erkennt deshalb Abweichungen vom normalen Fahrverhalten und unterstützt auf langen Strecken.

Dazu wertet das System ab einer Geschwindigkeit von 65 km/h kontinuierlich das Fahrverhalten aus und zieht Rückschlüsse auf die Fahrtüchtigkeit des Fahrers.

Ausgewertet werden verschiedene Signale, wie zum Beispiel das Lenkverhalten. Bei erkannter Müdigkeit wird dem Fahrer durch ein optisches und ein akustisches Signal empfohlen, eine Pause zu machen. Die Müdigkeitserkennung hilft damit dem Fahrer, die richtige Entscheidung zu treffen.

Warnleuchte der Müdigkeitserkennung "Bitte Pause."

Technik-Lexikon von N | Wissenswertes | Volkswagen Deutschland

Nachhaltigkeit  

Nachhaltigkeit umfasst alle Maßnahmen zu Sicherung und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Vorsorgender Umweltschutz verhindert bereits das Entstehen negativer Einflüsse wie beispielsweise Lärm und Emissionen mittels vorausschauender Planung oder neuer Technologien (wasserlösliche Lacke, fortschrittliches Motormanagement, spritsparende Fahrweise).

Nachsorgender Umweltschutz vermeidet die negative Einwirkung bereits existierender Potenziale (wie Abwasserbehandlung, Katalysator, Schalldämmung). Im Automobilbau beginnt Umweltschutz bei Planung und Bau neuer Fahrzeuge und Fertigungsanlagen und reicht bis zu Verwertung und Recycling der verbauten beziehungsweise eingesetzten Stoffe. Durch sparsamen und bedachten Gebrauch kann auch der Fahrer während der Nutzungsphase einen Beitrag leisten.

Eine grade Straße in einer Baumallee

Nachtsichtunterstützung

Bei der Nachtsichtunterstützung blickt eine Infrarotkamera ca. 130 Meter voraus. Diese kann Wärme, die von Körpern abgestrahlt wird, erkennen.1 Im Kombi-Instrument oder im optionalen Digital Cockpit wird das entsprechende Wärmebild angezeigt.1 Ist die Situation kritisch, warnt das System.1

Auf diese Weise bietet es eine zusätzliche Informationsquelle, die dabei unterstützt, einen Menschen oder beispielsweise ein Reh auf der Fahrbahn zu erkennen – erst recht, wenn die Sicht durch Nebel oder Regen beeinträchtigt ist. Das kann helfen, frühzeitiger auf Gefahren zu reagieren.

Blick durch die Frontscheibe eines Volkswagen, die Straße wird durch die Scheinwerfer erhellt

Naturstrom

Volkswagen Naturstrom®“ ist ein in 28 EU-Ländern geschützter Markenname. Die Qualitätskriterien für Naturstrom definiert Volkswagen im Kern wie folgt:

  • Der Strom muss 100% CO2 frei sein
  • Der Naturstrom muss 100% aus erneuerbarer Erzeugung stammen
  •  Es muss sich entweder um Eigenerzeugung oder um Herkunftstrom handeln, d.h. der Strom wird ungetrennt von seinen Herkunftsnachweisen (Guaranteees of Origin) beschafft und aus Ländern, bei denen eine physische Lieferfähigkeit besteht.

Auch Elli bietet ausschließlich Volkswagen Naturstrom® an.

Illustration zweier Händen, die eine Pflanze mit Erde halten, daneben ein Elli-Logo

NEFZ  

Die Abkürzung NEFZ steht für „Neuer Europäischer Fahrzyklus“ und bezeichnet eine Prüfstandmessung, die seit 1992 europaweit genutzt wird, um die Abgasemissionen und den Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen zu erfassen. Der NEFZ gilt für alle Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge.

Die Testmethode NEFZ wurde seit September 2017 von der WLTP-Testmethode abgelöst.

NEFZ-Fahrzyklus
In einem Fahrzyklus wird ein Fahrzeug unter festgelegten Bedingungen betrieben, um dessen Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen zu ermitteln. Die gemessenen Abgaswerte sind Teil der Herstellerangaben für Zulassung und Vertrieb von Fahrzeugen. Für einen Fahrzyklus sind Randbedingungen, wie z. B. Starttemperatur, Geschwindigkeit, Zuladung und der Beginn der Abgasmessung vorgegeben.

Der genormte Fahrzyklus NEFZ wird auf einem Rollenprüfstand aus dem Kaltstart gefahren und dauert ca. 20 Minuten. Ein Fahrzyklus setzt sich aus 13 Minuten simulierter Stadt- und 7 Minuten simulierten Überlandfahrten (max. 120 km/h) zusammen. Die Prüfkammer muss zum Teststart eine Temperatur zwischen 20 und 30 Grad Celsius aufweisen. Zum NEFZ gehört eine Fahrwiderstandsmessung, die Roll- und Luftwiderstand sowie Reibungsverluste misst. Diese Werte werden in die Berechnung des Endergebnisses einbezogen.

Bei dem Test werden die Emissionen des Fahrzeugs aufgefangen und analysiert. Aus dem gemessenen Kohlendioxid-Ausstoß kann der Kraftstoffverbrauch exakt errechnet werden. Für eine Beschleunigung von 0 auf 50 km/h stehen bei dem Fahrzyklus 26 Sekunden zur Verfügung. In Abhängigkeit dieser Zeit sind die Schaltpunkte für jedes Fahrzeug vorgegeben.

Siehe auch:
WLTP
RDE

NEFZ Testzyklus

Für die Typzulassung von neuen Fahrzeugen schreibt der Gesetzgeber genormte Prüfverfahren vor. Gemessen werden die Abgasemissionen, der Verbrauch und die CO2-Emissionen bzw. bei Elektroautos die Reichweite. In der Vergangenheit erfolgte das in der EU auf Basis des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ). Dieser wurde ab September 2017 abgelöst vom WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure), dem weltweit harmonisierten Testverfahren.

Niveauregulierung  

Bei der Niveauregulierung kann die Luftfederung das Fahrzeug, unabhängig von seinem Beladungszustand, an beiden Achsen auf einem konstanten Niveau halten.1 Dabei ermitteln vier Höhensensoren ständig den Abstand zwischen Achsen und Karosserie. Differenzen zum Sollabstand können somit sofort ausgeglichen werden.1

Für konventionelle Federung und Luftfederung werden verschiedene Systeme eingesetzt, um den Ausgleich herzustellen. Die automatische Niveauregulierung kann zu mehr Fahrkomfort beitragen, indem sie dabei hilft, das Absinken des Wagenhecks bei Beladung zu verhindern.1
Zudem kann durch die Niveauregulierung die Praktikabilität bei Anhängerfahrten steigen.

Schematische Darstellung der Luftfederung mit Niveauregulierung in einem Volkswagen

Nockenwellen-Verstellung  

Die Nockenwelle hat die Aufgabe, die Ventile zum richtigen Zeitpunkt und in der korrekten Reihenfolge zu betätigen und damit den Gaswechsel zu steuern. Die Nockenwellen-Verstellung passt die Öffnungszeiten der Ventile optimal an alle Betriebsbedingungen an.

Dadurch werden ideale Gaswechsel bei unterschiedlichsten Drehzahlen und Motorlasten erreicht. Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen werden gesenkt, Drehmoment und Laufkomfort gesteigert. Bei Motoren mit zwei obenliegenden Nockenwellen können Größe und Lage der Ventilüberschneidung beeinflusst und in Folge das Verhalten im Teillast- und Volllast-Betrieb verbessert werden.

Mit der kontinuierlichen Nockenwellenverstellung lässt sich die Verstellung innerhalb bestimmter Grenzen stufenlos betätigen.

Abbildung einer Nockenwelle in einem Volkswagen

NOx Abgasnachbehandlung  

Bei der NOx Abgasnachbehandlung werden die Verbrennungsgase, nachdem sie den Brennraum verlassen haben, auf katalytischem oder chemischem Wege gereinigt. Je nach Abgasnorm, Fahrzeuggewicht und Motorisierung findet dabei ein NOx-Speicherkatalysator (NSK) (englisch: NOx Storage Catalyst (NSC)) oder ein SCR-Katalysator (Selective Catalytic Reduction) Verwendung.

Aufgrund der aktuellen NOx-Grenzwerte für Dieselmotoren ab der Abgasnorm EU6 ist eine NOx-mindernde Abgasnachbehandlung in fast allen Fahrzeugen notwendig.

Siehe auch:
SCR-Katalysator
NOx-Speicherkatalysator

Ein Volkswagen von hinten betrachtet, Detail Auspuffanlage

NOx Speicherkatalysator  

Beim NOx-Speicherkatalysator werden die Stickoxide kontinuierlich auf einer Speicheroberfläche angelagert, die überwiegend aus einer Bariumverbindung besteht.

Hat der Katalysator den Endbeladungszustand erreicht, wird er regeneriert. Dabei werden die eingelagerten Stickoxide aus der Speicherstruktur entfernt und in die Komponenten Stickstoff (N2) und Kohlendioxid (CO2) konvertiert. Die Ausspeicherung des NOx und die Konvertierung laufen getrennt ab. Um die Regeneration zu starten, wird Luftmangel eingestellt (λ < 1). Als Reduktionsstoffe dienen die im Abgas vorhandenen Komponenten Kohlenmonoxid (CO) und Kohlenwassersstoffe (HC).

Siehe auch:
SCR-Katalysator

Technik-Lexikon von O | Wissenswertes | Volkswagen Deutschland

Oxidations-Katalysator 

Dieselmotoren arbeiten mit Luftüberschuss, daher können Ihre Abgase mit dem Dreiwege-Katalysator nicht nachbehandelt werden. Der Einsatz einer Lambdaregelung ist hier technisch ausgeschlossen.

Der Oxidationskatalysator wandelt durch Oxidation und Reduktion die Verbrennungsschadstoffe Kohlenwasserstoff (HC) und Kohlenmonoxid (CO) in die ungiftigen Stoffe Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser (H2O) um.

Siehe auch:
Katalysator

Abbildung des Volkswagen Oxidations-Katalysators

Offroad-Fahrprogramm  

Das Offroad-Fahrprogramm beinhaltet unter anderem einen Bergabfahrassistenten, eine Anfahrhilfefunktion für schweres Gelände, eine angepasste Fahrpedal-Charakteristik und ein speziell für den Geländeeinsatz optimiertes ABS-System. Dadurch ermöglicht es eine gute Beherrschbarkeit des Wagens auf jedem Terrain per Knopfdruck.

Mittelkonsole des VW Tiguans mit Fokus auf das Offroad-Fahrprogramm

Offroad-Modus  

Modellabhängig bietet der Offroad-Modus ein spezielles Fahrprofil für anspruchsvolles Terrain. Mit dem optionalen Offroad-Paket stehen zwei weitere Offroad-Modi (Sand und Schotter) über den Fahrprofilschalter zur Auswahl.

Dank Berganfahr- und Bergabfahrassistenten meistern Sie Neigungen besonders komfortabel, denn das System kann ab einem Gefälle von 10% innerhalb seiner Grenzen die An- und Abfahrgeschwindigkeit regulieren.

Darstellung des Offroad-Modus im Boardcomputer des VW Passat Alltracks

Offroad-Navigation  

Die Offroad-Navigation ermöglicht mit der Wegpunkttour die Wegfindung auch abseits der Straße (off road) in nicht digitalisierten Gebieten.

Darstellung der Offroad-Navigation im Boardcomputer des VW Touaregs

Oktanzahl  

Die Oktanzahl gibt die „Klopffestigkeit“ des Kraftstoffs an. Sie wird nach ROZ (Research-Oktanzahl) unter bestimmten Prüfbedingungen mit genau definierten Prüfmotoren ermittelt. Normalbenzin hat mit 91 ROZ den niedrigsten Wert, Superbenzin hat 95 ROZ, Super Plus liegt mit 98 ROZ am oberen Ende. Je höher die Oktanzahl, desto höher ist die Selbstzündungstemperatur bei Ottokraftstoffen und desto niedriger ist die Klopfneigung bei der Verbrennung (Benzin 450-550 °C, Super 480-700 °C Selbstzündungstemperatur).

Siehe auch:
Klopfsensor

Online-Dienste  

Neue Services, praktische Dienste und hilfreiche Apps: Das sind die Online-Dienste Car‑Net.

Abbildung der Online-Dienste Car-Net

Open Space Interieur

Der mobile Innenraum, das Open Space Interieur, ist eine flexible Raumaufteilung, die für wesentlich mehr Platz sorgt. Durch den langen Radstand und das Fehlen eines großen Verbrennungsmotors sowie eines Mitteltunnels bieten die Modelle der ID. Familie ein völlig neues Platzangebot im Innenraum. Kombiniert mit großen Fensterflächen, dem reduzierten Innenraumdesign und hochwertig verarbeiteten Materialien entsteht im sogenannten „Open-Space-Konzept“ ein völlig neues Innenraumerlebnis.

Öffentliches Laden

Öffentliches Laden beschreibt das Laden von Elektrofahrzeugen an öffentlichen Ladestationen. Diese gibt es z.B. auf Parkplätzen oder in Parkhäusern und Autobahnen. Die Ladestationen an Autobahnen und Hauptverkehrsachsen sind in der Regel Schnellladestationen, an denen man in wesentlich kürzerer Zeit mit Gleichstrom (DC) laden kann. Das Netz der Schnellladestationen wird europaweit ausgebaut und wächst stetig. Dafür stellt zum Beispiel IONITY – das Joint-Venture der deutschen Autoindustrie – Schnellladestationen bereit, die eine Ladeleistung von zurzeit 50 bis 150 kW, zukünftig aber bis 350 kW und mehr anbieten.  

Illustration einer öffentlichen Ladesäule

Ökostrom

Ökostrom ist CO2-freier Strom nachweisbar aus erneuerbaren Quellen wie z. B. Solar-, Wind- oder Wasserkraftanlagen. 

Illustration einer Landschaft mit Solar-, Wind- und Wasserkraftanlage