Massagefunktion (Sitze)  

Luxuriösen Komfort und Entspannung bieten Sitze mit Klimatisierung und Massagefunktion.

Klimatisierung:
Die Erwärmung bzw. Kühlung durch Belüftung von Sitzfläche und -lehne sorgt für hohes Wohlgefühl und verhindert eine verkrampfte Haltung. Auf Bewegungsfreiheit einschränkende Winterkleidung im Auto kann durch die Sitzheizung verzichtet werden. Dadurch liegen die Sicherheitsgurte besser an und können so besser schützen. Damit ist z. B. eine bessere Wirkungsweise des Rückhaltesystems gegeben.

Massagefunktion:
Die Massagefunktion entlastet die Wirbelsäule sowie die Rückenmuskulatur und kann einen positiven Beitrag zum Wohlbefinden leisten.

Siehe auch:
Lendenwirbelstütze

Abbildung von Vordersitzen mit Massagefunktion im VW Sharan

McPherson-Achse  

Bei dieser Radaufhängung erfolgt die Radführung durch einen Querlenker unterhalb der Radmitte (meist Dreiecksquerlenker), ein Federbein und eine Spurstange. Die Anbindung der Querlenker an den Hilfsrahmen geschieht über jeweils zwei Gummi-Metall-Lager. Durch die Anordnung der beiden Gummilager bezogen zur Mitte des Rades und einer entsprechenden Kennungsauslegung wird ein Optimum hinsichtlich Agilität, Fahrsicherheit und Komfort ohne gegenseitige Beeinflussung erreicht.

In der Fahrpraxis macht sich diese Achskonstruktion durch hohen Fahrkomfort und gute Fahrsicherheit bemerkbar. Die Vorteile der McPherson-Achse sind geringe ungefederte Massen, eine große Abstützbasis, niedrige Kräfte und geringer Raumbedarf. Die nach ihrem Erfinder benannte Konstruktion wurde über die Jahrzehnte kontinuierlich weiterentwickelt und ist heute Standardbauform für viele Fahrzeuge bis zur Mittelklasse.

Siehe auch:
McPherson-Federbein
Doppelquerlenker-Achse
Schräglenkerachse
Mehrlenker-Hinterachse
Trapezlenker-Hinterachse
Verbundlenker-Hinterachse
Vierlenker-Vorderachse

Abbildung einer Volkswagen McPherson-Achse

McPherson-Federbein  

Unter McPherson-Federbeinen versteht man eine bestimmte Form der Einzelradaufhängung an der Vorderachse eines Fahrzeugs. Das McPherson-Federbein übernimmt die Verbindung zwischen dem Radträger und der Karosserie. Das Federbein hat folgende Funktionen: Federung des Fahrzeugs, Begrenzung der Ein- und Ausfederwege (Zug- und Druckanschlag), Schwingungsdämpfung, Aufnahme des Federbeinlagers zur Anbindung an die Karosserie und Übertragung der Lenkbewegung. Die Verwendung leichter und hochfester Materialien reduziert die ungefederten Massen, was Fahreigenschaften und Komfort zugutekommt. Vorteile dieses Systems sind zum einen die platz- und gewichtssparende Bauweise, zum anderen die großen Federwege.

Abbildung eines Volkswagen McPherson-Federbeins

MEB

Alle ID. Modelle basieren auf dem Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) von Volkswagen. Herzstück dieser Fahrzeugarchitektur ist die skalierbare Batterie – vollintegriert in die Struktur der künftigen Elektrofahrzeuge. Das Ergebnis sind Reichweiten von über 550 Kilometern (nach WLPT). Design und Innenraum können aufgrund des MEB flexibel gestaltet werden – vom Kompaktauto über SUVs bis zum Bus ist alles möglich.

Schematische Darstellung des Modularen E-Antriebsbaukastens MEB

Mehrlenker-Hinterachse  

Die Mehrlenker-Hinterachse oder auch Multilenker-Hinterachse ist eine neuartige Hinterachs-Konstruktion. Bei ihr nehmen drei Quer- und ein Längslenker pro Rad (Vierlenker-Prinzip) jeweils unterschiedliche Kräfte auf. Dadurch können Längs- und Querdynamik gezielt und nahezu unabhängig voneinander abgestimmt werden und es kann ein hohes Maß an Fahrstabilität und Komfort erreicht werden. Bei nur kleinen baulichen Modifikationen ist die Mehrlenker-Hinterachse sowohl für den Einsatz in Fronttrieblern als auch Allradfahrzeugen geeignet.

Siehe auch:
McPherson-Achse
McPherson-Federbein
Doppelquerlenker-Achse
Schräglenkerachse
Trapezlenker-Hinterachse
Verbundlenker-Hinterachse
Vierlenker-Vorderachse

Abbildung einer Volkswagen Mehrlenker-Hinterachse

Memory-Effekt  

Der Memory-Effekt beschreibt den Kapazitätsverlust bei einigen Akkuarten, die vor neuerlicher Aufladung nicht vollständig entladen wurden. Man geht davon aus, dass sich der Akku den Energiebedarf „merkt“. Mit der Zeit stellt er dann statt der ursprünglichen nur noch die bei den bisherigen Entladevorgängen benötigte Energiemenge zur Verfügung. Bei modernen Lithium-Ionen-Akkus sollte dieser Effekt allerdings nicht mehr vorkommen.

Memory-Funktion  

Sitze mit Memory-Funktion bieten die Möglichkeit, individuelle Sitzeinstellungen von verschiedenen Personen zu speichern und auf Knopfdruck wieder abzurufen. Die Fahrersitz- und Außenspiegeleinstellungen können einem Fahrzeugschlüssel zugeordnet werden.

Darstellung der Sitzeinsetellung mit Memory-Funktion in einem VW Golf

Mixed Reality Brille

Mixed Reality (MR) beschreibt ein Kontinuum der Virtualität zwischen den Endpunkten vollständige Realität und vollständige Virtualität. In Mixed Reality-Anzeigen werden zu jeweils unterschiedlichen Graden reelle und virtuelle Inhalte vermischt. Dies beinhaltet Augmented Reality (AR) und Augmented Virtuality (AV).
Mixed Reality-Brillen sind in diesem Sinne bildgebende, am Kopf getragene Geräte, die derartige Anzeigen abbilden (bspw. die Microsoft HoloLens).

Mobilitätsreifen  

Mobilitätsreifen (AirStop® Reifen) verfügen über eine Polymereinlage auf der Innenseite der Lauffläche und wirken dem Eindringen von Fremdkörpern mit einem Durchmesser von bis zu fünf Millimetern entgegen. Sofern eine Beschädigung der Lauffläche auftritt, wird der Stichkanal nach dem Entfernen des Fremdkörpers von der viskosen Dichtmasse augenblicklich umschlossen und ein Verlust des Reifenluftdrucks vermieden. Dadurch wird das statistische Risiko einer Reifenpanne minimiert. Außerdem verringert sich durch den Entfall eines Ersatzrades das Fahrzeuggewicht, und es steht mehr Gepäckraumvolumen zur Verfügung.

Siehe auch:
Reifendruck-Kontrollsystem
Reifenkontrollanzeige

VW Tiguan Frontalansicht mit Mobilitätsreifen

Motormanagement 

Primäre Aufgabe des Motormanagements ist die Koordination aller Parameter, um einen möglichst wirtschaftlichen Motorbetrieb mit geringen Emissionen zu gewährleisten.
Die Regelung des Motormanagements erfolgt unter Berücksichtigung von Drehzahl, Motortemperatur, Kraftstoffsorte (ermittelt über einen Klopfsensor) und Gaspedalstellung. Im Steuergerät werden alle eingehenden Informationen bearbeitet und daraus die Steuersignale für die einzelnen Baugruppen ermittelt. Um die Vielzahl der Daten zu bearbeiten, sind dafür 16- oder 32-Bit-Prozessoren notwendig.
Gesteuert werden je nach Motortyp beispielsweise Zündzeitpunkt, Einspritzmenge, Einspritzzeit, Abgasrückführung, Drosselklappenstellung, Schaltsaugrohr-Stellung, variable Turbinengeometrie (bei Abgasturbolader) und Nockenwellenverstellung. Bei Abweichungen vom Normalbetrieb werden entsprechende Informationen im Fehlerspeicher abgelegt, damit beim nächsten Service darauf eingegangen werden kann.

Siehe auch:
Klopfsensor
Elektronisches Gaspedal (E-Gas)
Abgasturbolader (ATL)

Motorschleppmomentregelung (MSR)  

Die Motorschleppmomentregelung, kurz MSR, verhindert eine Blockierneigung der Antriebsräder durch die Bremswirkung des Motors auf glatter Fahrbahn. Dies geschieht, wenn der Fahrer abrupt vom Gas geht oder schnell einen Gang zurückschaltet. Durch die Bremswirkung des Motors können die Antriebsräder zum Rutschen neigen. Sie verlieren kurzzeitig die Bodenhaftung und der Fahrzustand wird instabil. Die MSR erhält in diesen Situationen die Fahrstabilität und verbessert somit die Sicherheit.

Die notwendigen Informationen erhält das Steuergerät der MSR von den Raddrehzahlsensoren und von dem Motor- beziehungsweise Getriebesteuergerät über den Datenbus. Erkennt das Steuergerät einen Schlupf der Antriebsräder, so sendet die MSR über den Datenbus ein Signal an das Motorsteuergerät. Die Motordrehzahl wird leicht erhöht, bis sich die Antriebsräder wieder entsprechend der Fahrzeuggeschwindigkeit drehen. Dadurch bleiben das Fahrzeug lenkfähig und die Fahrstabilität erhalten. Die Motorschleppmomentregelung arbeitet über den gesamten Geschwindigkeitsbereich.

Siehe auch:
Raddrehzahlsensoren"
 

Multifunktionsanzeige (MFA)  

Die Multifunktionsanzeige im direkten Sichtfeld des Fahrers bietet als kompakte Informationseinheit Komfort und Sicherheit. Wichtige Fahrzeuginformationen werden auf einen Blick erfasst, so dass der Fahrer seine Aufmerksamkeit dem Straßengeschehen widmen kann.

VW Tiguan mit Multifunktionsanzeige

Multikollisionsbremse  

Knapp ein Viertel aller Unfälle mit Personenschäden sind Multikollisionen. Die Multikollisionsbremse von Volkswagen kann dabei helfen, Folgekollisionen zu vermeiden oder deren Schwere zu verringern.

Nach einer Kollision und im Rahmen der Grenzen des Systems leitet die Multikollisionsbremse automatisch eine Bremsung ein, noch bevor der Fahrer reagieren kann. Die Schwere des Unfalls kann dadurch reduziert und Folgekollisionen können im Idealfall vermieden werden.

Der Fahrer kann die Kontrolle über das Fahrzeug jederzeit wieder übernehmen.

Schematische Darstellung der Funktionsweise der Multikollisionsbremse

Multimediabuchse AUX-IN  

Mit der Multimediabuchse AUX-IN kann eine externe Audioquelle an das Radio- und Radio-Navigationsgerät angeschlossen werden. Die Bedienung erfolgt über das angeschlossene Gerät, die Lautstärke wird über das Radio- oder Radio-Navigationsgerät geregelt.

AUX-IN ist nur in Verbindung mit bestimmten Radio- und Radio-Navigationssystemen bestellbar.

Siehe auch:
Radio-Navigationssystem
Multimediabuchse MEDIA-IN

Multimediabuchse mit AUX-IN Anschluss in einem Volkswagen

Multimediabuchse MEDIA-IN  

Die Multimediabuchse MEDIA-IN ist eine Schnittstelle für MP3-Player mit USB-Zertifizierung, Apple iPods ab der vierten Generation und externe Datenspeicher. Die Schnittstelle bietet die Möglichkeit, Audiodateien direkt von mobilen Datenspeichern über die fest integrierten Infotainmentsysteme wiederzugeben. Die Bedienung erfolgt über das Radio oder das Navigationsgerät. Dort werden die Folder, Playlists und Titel angezeigt und können per Touchscreen ausgewählt werden.

MEDIA-IN ist nur in Verbindung mit bestimmten Radio- und Radio-Navigationssystemen bestellbar.

Siehe auch:
Radio-Navigationssystem
Multimediabuchse AUX-IN

Multimediabuchse mit MEDIA-IN Anschluss in einem Volkswagen

Multipoint Injection (MPI)  

Bei der Saugrohreinspritzung erfolgt die Gemischbildung im Saugrohr vor dem Einlassventil. Multipoint Injection (MPI) kennzeichnet die Einspritzanlage mit einem Einspritzventil je Zylinder.

Siehe auch:
Direkteinspritzung

Abbildung einer Volkswagen Einspritzanlage

Müdigkeitserkennung  

Die Müdigkeitserkennung empfiehlt dem Fahrer auf Basis bestimmter Parameter eine Pause. Denn Unaufmerksamkeit und erhöhte Müdigkeit können im schlimmsten Fall zu einem Verlassen der Fahrbahn führen. Die Müdigkeitserkennung erkennt deshalb Abweichungen vom normalen Fahrverhalten und unterstützt auf langen Strecken.

Dazu wertet das System ab einer Geschwindigkeit von 65 km/h kontinuierlich das Fahrverhalten aus und zieht Rückschlüsse auf die Fahrtüchtigkeit des Fahrers.

Ausgewertet werden verschiedene Signale, wie zum Beispiel das Lenkverhalten. Bei erkannter Müdigkeit wird dem Fahrer durch ein optisches und ein akustisches Signal empfohlen, eine Pause zu machen. Die Müdigkeitserkennung hilft damit dem Fahrer, die richtige Entscheidung zu treffen.

Siehe auch:
Fahrerassistenzsysteme

Warnleuchte der Müdigkeitserkennung "Bitte Pause."

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