Gebel mit Interieur-Zeichnungen
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Becoming ID.

Interieur: das mobile Wohnzimmer

Becoming ID.

Interieur: das mobile Wohnzimmer

20.03.2020

Der Innenraum des ID.3 steckt voller Innovationen und ist dennoch puristisch gestaltet. Wie es dem Interieur-Team um Alex Gebel gelang, eine neue Designsprache für E‑Mobilität zu finden, sehen Sie hier.

20.03.2020

Der Innenraum des ID.3 steckt voller Innovationen und ist dennoch puristisch gestaltet. Wie es dem Interieur-Team um Alex Gebel gelang, eine neue Designsprache für E‑Mobilität zu finden, sehen Sie hier.

Neue Designideen brauchen Mut und Freiheit: Warum der Innenraum des neuen ID.3 eher „non-automotive“ – also eher wie ein modernes und mobiles Wohnzimmer – ist, erzählt uns Alex Gebel, Interieur-Designer, in der Episode 11 „Becoming ID.“.

An welchem Punkt merkten Sie, dass Elektromobilität für jedermann vor dem Durchbruch steht?

Gleich am Anfang des Projektes wurde uns signalisiert: Neue Designideen brauchen Mut und Freiheit – also „kreativiert“ euch! Denkt ruhig zunächst Form vor Funktion. Das Fahrzeug-Interieur kann alles sein, also Lounge, Wohnzimmer oder Kinosaal – aus dieser Haltung ist das Open-Space-Konzept entstanden. Sehr luftig und geräumig. Auch bei der Technik sind wir neue Wege gegangen. Weniger behutsame Verbesserung, sondern eher revolutionäre Neuentwicklung. Wie sonst wäre das Head-up-Display mit Augmented-Reality-Technologie ein Kernstück des Interieurs geworden? Aber auch hier galt: nicht überfrachten, sondern intelligente Simplizität walten lassen.

Über den gesamten Projektverlauf betrachtet: Was war die größte Herausforderung, vor der Sie standen?

Die große Herausforderung beim ID.3 bestand darin, das, was wir uns im Design ausgedacht haben, auch dann so herstellbar und bedienbar zu bekommen, dass man es eben auch wirklich auf der Straße erleben kann. Die Herausforderung war dabei, die Emotionalität, die dieses Thema mitbringt, in ein Konzept zu verpacken. Eine neue Designsprache für die E‑Mobilität zu finden, die sich ganz klar von der bisherigen unterscheidet. Das heißt, etwas zu gestalten, das das Auto von morgen zeigt, aber dem Menschen von heute trotzdem nahesteht.
Und trotz aller digitaler Vorstufen hat uns maßgeblich eine physische Sitzkiste geholfen, Interaktionen real erlebbar zu machen. So konnten wir mögliche Positionen und Inhalte bereits weit vor der ersten Fahrzeugvorserie durchinszenieren. 

Das Interieur des ID.3 ist eine revolutionäre Neuentwicklung – extrem zurückhaltend und clean.
Axel Gebel
Design Interieur

Im Detail: Welche Technologie finden Sie beim neuen ID.3 am faszinierendsten?

Die Idee, in einem smarten und emotionalen Produkt zu sitzen, das fast schon einen Charakter, eine Persönlichkeit zu haben scheint. Da sehe ich das ID. Light als Bindeglied zwischen Außenwelt, Mensch und Auto für mich persönlich als die Technologie, die das Interieur auf eine neue Stufe hebt. Denn das ID. Light zieht sich einmal quer durch das ganze Cockpit und unterstützt den Fahrer visuell. So wird man etwa beim Einsteigen mit einem Begrüßungsszenario empfangen. Auch die Vielzahl an sinnvollen Funktionen ist äußerst spannend. Licht ist somit nicht mehr nur ein Designelement, das Emotionen verstärkt und den Fahrzeugcharakter formt, sondern auch unterstützende Technologie, die den Fahrer und die Insassen unterstützt.

Was bewegte Sie bei der Entwicklungsarbeit der ID. Familie am meisten?

Ich finde es richtig gut, wie wir die Balance zwischen Abstraktheit und Bedienbarkeit im Innenraum umgesetzt haben – look and feel sind hier absolut harmonisch. Und wie konsequent wir Nachhaltigkeit mit jedem Design- und Entwicklungsschritt verwoben haben. Möglich macht das der Modulare E-Antriebsbaukasten (MEB).

Was nehmen Sie persönlich aus dem Projekt mit?

Das neue Mindset von Volkswagen. Für mich gingen in dem Projekt Konzern- und Produktziele immer Hand in Hand. Wir bekennen uns klar zum Pariser Klimaabkommen und wollen bis 2050 CO2-Neutralität. Der ID.3 wird deshalb dem Kunden bilanziell CO2-neutral übergeben. Das erste Auto überhaupt weltweit, welches in der Produktion und auch bei den verwendeten Materialien den Umweltgedanken ganzheitlich denkt.

Was zeichnet das Interieur-Konzept des ID.3 besonders aus?

Es ist extrem zurückhaltend und sehr clean. Wenn man so will, auch eher „non-automotive“ – eher wie ein modernes und mobiles Wohnzimmer. Jedes Objekt im Innenraum wurde so designt, als sei es ein eigenständiges Möbelstück. Es funktioniert in der Gesamtheit, aber eben auch alleine.

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