Kinder steuern Smart Home über Tablet.
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Smart Living: Das intelligente Zuhause

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Smart Living: Das intelligente Zuhause

12.06.2019
12.06.2019

Sprachassistenten wie „Siri“, der „Google Assistant“ und „Alexa“ sind heute in fast jedem Smartphone zu finden. Sie sollen den Nutzern dabei helfen, kleinere Aufgaben ohne große Anstrengung zu erledigen. Auch im Auto unterstützen sie die Fahrer zunehmend. Doch sie sind nur der Einstieg in eine viel größere Welt. Das Stichwort heißt „Smart Living“ – die Vollvernetzung des Zuhauses und der Welt drumherum.

Das erfahren Sie hier:

  • Welche Geräte und Anwendungen es gibt
  • Was es für Smart Living braucht
  • Welche Rolle Sprachassistenten spielen
  • Wie das Smart Home helfen kann

„‘Alexa’, dimme das Licht im Wohnzimmer“, „‘Siri’, drehe die Heizung auf“ oder “Ok, ‘Google’, spiele Songs von ‘Coldplay’ im Badezimmer“. Was vor ein paar Jahren noch nach fast unerreichbarer Zukunftsmusik klang, ist heute bereits Realität. Dank der zunehmenden Digitalisierung lassen sich viele Aspekte des täglichen Lebens mit weniger Anstrengung meistern. Große Technik-Konzerne trieben diese Entwicklung voran.

 

Es gibt kaum noch ein Gerät, das sich nicht ans heimische Netzwerk anbinden lässt. Für viele Menschen ist das aber noch eine völlig neue Welt. Dabei bietet das Smart Living so viele Möglichkeiten. Es macht kaum einen Unterschied, welcher Altersklasse die Nutzer angehören und in welchem Maße sie technisch versiert sind. Alle profitieren von der modernen Technik. Welche Anwendungen möglich sind, was es dafür braucht und welche Vor- und Nachteile das smarte Leben hat, erfahren Sie hier.

Smart im kleinen Stil: Licht, Steckdosen und Heizungen

Wer sein Zuhause vernetzen und somit smart machen möchte, kann das schon mit einfachen Mitteln erreichen. Smarte Lampen sind dafür ein idealer Einstieg. Zahlreiche Hersteller bieten eigene Lösungen an, besonders bekannt sind die „Hue“-Leuchten von „Philips“. Sie gibt es meist in Paketen mit mehreren Lampen, die verschiedene Lichttemperaturen oder einen Farbwechsel bieten. In Starter-Kits mit dabei ist die benötigte „Bridge“ – ein kleines Kästchen, das mit dem Internet verbunden ist und die Lampen so ins heimische Netz holt. Alternativ dazu gibt es etwa günstigere Alternativen von „IKEA“ oder „Osram“.

Um einzelne oder mehrere Geräte aus der Ferne ein- und auszuschalten, gibt es smarte Zwischenstecker für die Steckdose. Sie kappen die Versorgung zum Netz auf Zuruf oder per App. Das kann auch Strom sparen, denn die Geräte sind so wirklich aus, statt im Stand-by-Modus zu hängen. Smarte Ventilatoren sorgen für frische Luft. Modelle wie der „Pure Cool Link“ der Marke „Dyson“ bieten zusätzlich einen Luftfilter. Per App bleiben die Nutzer immer über die Luftqualität im Raum im Bilde.

 

Lampe leuchtet auf Tisch auf dem Bücher liegen.
Mithilfe einer „Bridge“ verbinden sich Lampen mit dem Heimnetz.

Wer lieber heizen möchte, kann sein bestehendes System aufrüsten. An Heizkörpern sind meist Thermostate angebracht, die sich auf die gewünschte Stufe drehen lassen. Alternativ dazu gibt es smarte Lösungen, die eine Steuerung per App ermöglichen. Dabei lässt sich sogar die gewünschte Temperatur einstellen. Ist diese erreicht, regelt der Thermostat automatisch herunter. Auch aus der Ferne lässt sich die Heizung so bedienen, etwa um zum Feierabend im Winter ein vorgewärmtes Wohnzimmer zu haben.

Haushaltsgeräte im Smart Home

Etwas größer und teurer sind meist smarte Haushaltsgeräte. Sie nehmen den Nutzern aber dafür noch viel wichtigere Aufgaben ab. Besonders bekannt sind die Staubsaugerroboter. Sie dienen nicht nur Katzen in unzähligen Videos im Netz als Fortbewegungsmittel, sondern reinigen ganz nebenbei noch die Räume. Wie sie das anstellen, liegt an den verbauten Sensoren und an den Einstellungen der Nutzer. Ihre Arbeit verrichten die Geräte vollautomatisch nach Zeitplan oder auf Wunsch per App oder Zuruf.

Eine smarte Waschmaschine befüllt sich zwar nicht selbst und legt auch die Wäsche nicht automatisch zusammen, lässt die Nutzer aber Waschprogramme wählen und den aktuellen Status einsehen. Soll die Kleidung oder Bettwäsche also noch eine Extrarunde drehen, lässt sich das per Fingertipp anweisen. Ist die Maschine fertig, gibt es eine Nachricht ans Smartphone. Ähnliches bietet auch eine smarte Spülmaschine.

Keine Sorgen um nicht ausgeschaltete Herdplatten oder angebranntes Essen müssen sich Nutzer eines smarten Kochfeldes machen. Sie steuern per App die Temperatur jedes einzelnen Topfes und jeder Pfanne. Außerdem können sie jederzeit überprüfen, ob eine der Platten noch eingeschaltet ist. Überprüfen ist auch bei smarten Kühlschränken ein gutes Stichwort. Sie zeigen, welche Lebensmittel noch vorrätig sind und bieten in einigen Fällen sogar eine Funktion zum Nachbestellen von Waren an. Es gibt sogar Modelle, die einen eingebauten Touchscreen haben. Magnete mit Zetteln gehören so der Vergangenheit an. Liebhaber von frisch aufgebrühtem Kaffee lassen sich mit der smarten Kaffeemaschine einen Cappuccino, Espresso oder Latte Macchiato zubereiten. Nur holen müssen sie ihn noch selbst.

 

Saugroboter fährt durch Wohnungsflur.
Praktischer Putzhelfer: Saugroboter reinigen die Räume nach Zeitplan oder per App-Steuerung.

Das intelligente Zuhause

Beim Bau eines Eigenheims sollten Besitzer schon jetzt auf clevere Lösungen achten. Smart Living lässt sich nämlich auch im großen Stil betreiben. Eine Solaranlage auf dem Dach erzeugt etwa große Teile des Stroms im Eigenbedarf selbst. Wer zudem noch ein Elektroauto fährt, freut sich über eine bessere Umweltbilanz des Fahrzeugs, schließlich tankt er zu Hause 100 Prozent Ökostrom aus eigener Produktion. Rollläden lassen sich heute problemlos ans Smart Home anbinden. Sie sperren dann auf Zuruf Licht und Wärme aus.

Die eigene Garage mit einem smarten Tor auszurüsten ist ebenfalls möglich. Das öffnet sich etwa dann vollautomatisch, wenn sich das eigene Fahrzeug nähert. Alternativ ist das Öffnen per App oder über eine im Auto verfügbare Sprachassistenz möglich. Apropos Auto: Fahrer eines Elektroautos sollten in der Garage natürlich direkt eine Wallbox anbringen. Auch die lässt sich in vielen Fällen aus der Ferne steuern, etwa um das Auto nur teilweise zu laden.

Wie funktioniert die Steuerung?

 

Damit die Geräte untereinander und mit dem Nutzer kommunizieren können, braucht es eine gemeinsame Sprache. Diese stellen verschiedene Funkstandards dar, welche zum Einsatz kommen. Sehr weit verbreitet ist das bereits seit 2002 existierende „ZigBee“, das viele große Hersteller verwenden. Auch „Z-Wave“ gibt es bereits sehr lange – genauer seit 2001. Hier stecken ebenfalls zahlreiche Unternehmen dahinter. Dazu gesellen sich noch zahlreiche weitere Standards. In der Praxis führt das dazu, dass manche Systeme nicht untereinander kommunizieren können. Es braucht verschiedene Bridges, um sie nebeneinander zu betreiben.

Für die Nutzer selbst ist das aber oft nicht schlimm. Sie nutzen zur Steuerung meist Endgeräte, die mit allen dieser Bridges zusammenarbeiten können und manche Funkstandards sogar selbst unterstützen. Ein Beispiel dafür ist etwa der Lautsprecher „Echo Plus (2. Gen)“ von „Amazon“ mit „ZigBee“.

 

Frau sitzt in sonnigem Wohnzimmer.
Gut für den Benutzer: Die meisten Smart-Home-Geräte kommunizieren mithilfe gemeinsamer Standards.

Sprachsteuerung ist nicht immer möglich

Um ein Gerät im Smart Home über eine Sprachassistenz steuern zu können, muss sich das mit ihr verstehen. Nicht immer ist das auch wirklich der Fall. Nutzer sollten beim Kauf von neuen Smart-Home-Produkten deshalb darauf achten, ob sie sich über eines der Systeme steuern lassen. Manchmal ist diese Funktion schließlich der vom Kunden gewünschte Komfort. Dabei macht es auch einen Unterschied, welchen Sprachassistenten die Nutzer bemühen. Nur weil „Alexa“ mit einem Gerät kommunizieren kann, muss das bei „Siri“ nicht automatisch auch der Fall sein. Manche Geräte lassen sich nicht per Sprache steuern, sind also auf eine App angewiesen.

Smart Home: Vor- und Nachteile

Das Smart Home ist immer mit einer Investition verbunden. Die Geräte sind oft um ein vielfaches teurer als ihre analogen Kollegen. Doch sie bieten auch einige nicht von der Hand zu weisende Vorteile:

  • Mehr Komfort, weil es keine analoge Steuerung braucht
  • Das Smartphone als mobile Steuerzentrale für alle Geräte
  • Mehr Möglichkeiten bei einigen Anwendungen, etwa die genaue Steuerung der Temperatur bei der Heizung
  • Oftmals ist die Steuerung per Zuruf möglich
  • Energiekosten können durch smarte Heizungssteuerung und Steckdosen sinken
  • Saugroboter und ähnliches nehmen Nutzern anstrengende Arbeiten ab

 

Das intelligente Zuhause kann den Menschen das Leben wirklich erleichtern. Doch es gibt auch Nachteile, die vor der Umstellung zum Smart Living zu bedenken sind:

  • Erhöhte Kosten für die Erstausrüstung mit der Technik
  • Hohe Folgekosten, etwa bei der Neubeschaffung von ausgefallenen Leuchten
  • Bedenken bei der Sicherheit, weil viele Geräte ans Internet angeschlossen sind
  • Verschiedene Funkstandards lassen Geräte im Smart Home oft nicht untereinander kommunizieren
  • Fällt das Internet aus oder ist der Akku beim Smartphone leer, lassen sich Geräte manchmal nicht steuern

 

Smart Home: Das Fazit

Die Einstiegshürde zum Smart Home ist heute sehr klein. Entsprechende Geräte gibt es fast überall zu kaufen, die Preise sind in manchen Fällen sogar erstaunlich niedrig. Wer sich langsam an die Technologie heranwagen möchte, probiert es mit smarten Lampen und WLAN-Steckdosen. Nach und nach lassen sich dann viele weitere Systeme hinzufügen und optimieren. Beim Haus- und Wohnungsbau lohnt es sich hingegen, die Technik bei der Planung nicht zu vernachlässigen. Dem Smart Living gehört schließlich die Zukunft.

 

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