Ein Mann nutzt sein Smartphone, um einen weißen e-Golf via OTA-Technologie upzudaten.
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Over-the-air-Technik wird Elektroautos jung halten

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Over-the-air-Technik wird Elektroautos jung halten

08.05.2019
08.05.2019

Updates beim Smartphone kennt jeder. Over-the-air (OTA) ist das Zauberwort. Das Elektroauto und der Plug-in-Hybrid der Zukunft werden sich dank dieser Technik künftig ebenfalls immer auf dem neuesten Stand halten.

Das erfahren Sie hier:

  • Was sich hinter dem Begriff „Over the air“ verbirgt
  • Wie OTA-Updates Einzug in die Elektromobilität halten
  • Welche Vorteile das für Sie als Autobesitzer hat
  • Wer die Kontrolle über Fahrzeug-Updates bekommt
Vom Bett aus steuert ein Paar mit dem Smartphone die Aktualisierung eines Autos mit OTA-Technologie.
Wie im Schlaf: Bei einzelnen Modellen von Volkswagen lassen sich bereits heute ausgewählte Funktionen via OTA-Technik aktualisieren.

Ein vernetztes Elektroauto muss verlässlich sein – egal wo, egal wann. Denn es wird zunehmend Teil des „Internet of Things“: Es kommuniziert mehr und mehr mit der Infrastruktur, mit Apps und mit dem Smart Home. Und zwar kabellos bei Wind und Wetter. In einem Zeitalter, in dem Daten zum „neuen Öl“ avancieren, sind daher innovative Sendetechnologien wie OTA das Lebenselixier für das Connected Car.

Darunter verbergen sich Standards wie Mobilfunk, WLAN, LTE, Bluetooth oder RFID. Sie alle haben gemeinsam, dass die Übertragung von Daten über elektromagnetische Wellen erfolgt, unsichtbar und sozusagen über die Luft. Die Technik ist verlockend: Das E-Auto muss nicht in die Werkstatt, sondern bekommt per OTA entweder über das Mobilfunknetz oder über das heimische WLAN auf der Einfahrt ein Update eingespielt.

 

OTA-Upgrade für das Auto

Im Auto mit ausgeschaltetem Motor blickt ein Mann auf sein Smartphone.

Größtenteils werden heute Aktualisierungen immer noch beim Servicepartner vor Ort per Kabel aufgespielt. OTA-Updates erfolgen dagegen unabhängig vom Werkstattbesuch. So werden Aktualisierungen und neue Funktionen für mehr Komfort und Sicherheit übertragen. Dabei kann es um neues Kartenmaterial für die Navigation gehen, um neue Features für das Infotainmentsystem oder um Erweiterungen für diverse Assistenzsysteme im Fahrzeug. Eine Vision ist dabei die „Function on demand“. Damit können Kunden bestimmte Funktionen nachträglich beziehen oder anpassen und so ihr Fahrzeug weiter individualisieren. Auch Gebrauchtwagenkäufer profitieren, da sie die Möglichkeit haben, Features nachzurüsten, auf die der Erstkäufer verzichtet hat.

Over-the-air-Technologie für die Serie

Einzelne Volkswagen-Modelle lassen bereits jetzt ausgewählte Funktionen per OTA zu. Diese Möglichkeit soll sich in Zukunft massiv erweitern. Volkswagen arbeitet derzeit an einer IT-Architektur, die ab 2020 in der Elektroautofamilie ID. zum Einsatz kommt. Im Kern verzichtet diese auf verschiedene Steuergeräte mit herstellerspezifischer Software, von denen sich heute noch bis zu 60 allein in einem Golf befinden. Stattdessen soll es für den Kunden künftig mit „vw.OS“ ein einheitliches Betriebssystem geben, das während des gesamten Lebenszyklus eines Autos Updates und Upgrades über die Volkswagen-Automotive-Cloud abruft. Höchste Priorität liegt dabei auf der Absicherung der Fahrzeugsysteme gegen unbefugte Zugriffe.

 

Die Studie ID. Crozz steht an einem Flussufer.
Bei den Fahrzeugen der ID. Familie, wie hier dem ID. Crozz, soll es künftig ein einheitliches Betriebssystem geben.

Doch wie beim Smartphone-Update stellt sich auch immer die Frage: Kann ich eine Aktualisierung ablehnen? Als Fahrer eines Fahrzeugs der Marke Volkswagen werden Sie jederzeit wissen, was im Hintergrund passiert und entscheiden auch mit. Sei es, um Updates anzufordern, sie abzulehnen oder zu einem späteren Zeitpunkt zu installieren.

E-Version von Porsche macht's vor

Auch die Elektroautokonzeptstudie Mission E der Volkswagen-Tochter Porsche geht in diese Richtung. Sie war der Vorläufer für den rein elektrisch betriebenen Porsche Taycan (Concept Car), der Ende 2019 in den Handel kommt. Mithilfe von Over-the-air-Services soll künftig der Funktionsumfang des Autos quasi über Nacht erweitert werden. Für neue Erweiterungen für das Infotainmentsystem, aber auch tiefergehende Funktionen, sei es beispielsweise für die Motorsteuerung oder Fahrwerksabstimmung, genügt ein Update in Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet. Ein Werkstattbesuch wird dann nur noch selten anstehen. Luftige Aussichten also für das Elektroauto der Zukunft.

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