Klaus Bischoff
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Klaus Bischoff
Becoming ID.

Räder: effizient und stilprägend

Becoming ID.

Räder: effizient und stilprägend

24.03.2020

Die Fahrzeugräder des ID.3 prägen fast 50 Prozent des äußeren Erscheinungsbilds mit. Welche Auswirkungen ihr Design auf Reichweite, Effizienz und sogar die Wahl der richtigen Lackierung hat, erfahren Sie in dieser Episode.

24.03.2020

Die Fahrzeugräder des ID.3 prägen fast 50 Prozent des äußeren Erscheinungsbilds mit. Welche Auswirkungen ihr Design auf Reichweite, Effizienz und sogar die Wahl der richtigen Lackierung hat, erfahren Sie in dieser Episode.

Fast 50 Prozent des Gesamterscheinungsbildes eines Fahrzeugs werden durch die Räder definiert. Außerdem wirken Farben auf verschiedenen Räderdesigns komplett anders. Warum das so ist – und wie wichtig das Raddesign für die Effizienz eines Fahrzeugs ist –, sagt uns Matthias Valencia, mitverantwortlich für das Raddesign des ID.3.

Was bewegte Sie bei der Entwicklungsarbeit der ID. Familie am meisten?

Die ID. Familie im Allgemeinen sowie der ID.3 im Besonderen werden das Erscheinungsbild der Marke extrem prägen! Denn all diese rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge besitzen ihre eigene Designsprache. Wie sich diese Formen und Linien aus ersten Skizzen bis schließlich zum 1 : 1-Modell entwickelten, war superspannend zu beobachten. In diese neuartige Designsprache integrierten wir im Laufe der Zeit verschiedene Räderdesigns, die jene neue Designsprache aufnehmen und idealerweise weiterentwickeln sollten. Die Autos sollten aber trotzdem sofort als „typisch Volkswagen“ erkennbar sein: logisch, pur, sensuell, mit Liebe zum Detail und technisch anspruchsvoll. Mein ganz persönliches Highlight hier ist unser Rad im „Aero-Look“, abgeleitet von den Rädern des Elektro-Rennwagens ID.R.

An welchem Punkt merkten Sie, dass Elektromobilität für jedermann vor dem Durchbruch steht?

Die Ernsthaftigkeit und der große Aufwand, der seitens Volkswagen hinsichtlich der Entwicklung und Vermarktung betrieben wird, sowie die hohe Anzahl an rein elektrisch angetriebenen Serienfahrzeugen, die der gesamte Konzern auf die Räder stellt und die wir zum Teil vorbereiten, zeigt, dass Elektroautos keine Nischenbesetzung mehr sind, sondern bald eine Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft darstellen. Darüber hinaus zeigt uns die Resonanz – mitunter von unseren Kollegen aus China –, dass wir auf dem absolut richtigen Weg sind.

Die Räder sind die Schuhe des Autos. So wie man auch die eigene Garderobe durch die Schuhe verändert, entwickelt man das Fahrzeugdesign durch die Räder.
Matthias Valencia
Designentwurf Räder Volkswagen Design

Im Detail: Welche Technologie finden Sie beim neuen ID.3 am faszinierendsten?

Persönlich freue ich mich auf die IQ.Light Scheinwerfer, weil sie zum ersten Mal in der Geschichte von Volkswagen mit ihrer Umwelt intelligent agieren – auch mit Personen. Und nicht zu vergessen: Die besonders cw-Wert-optimierten Aero-Felgen sind ein absolutes Highlight.

Über den gesamten Projektverlauf betrachtet: Was war die größte Herausforderung, vor der Sie standen?

Die größte Herausforderung für unser Team waren die aerodynamischen Vorgaben, die wir erfüllen mussten. Sie sind sehr wichtig für die Effizienz des Gesamtfahrzeugs – und damit maßgeblich für die Reichweite. Diese enge Zusammenarbeit zwischen der Technischen Entwicklung, dem Windkanal und uns Designern war in dieser Form noch nie so intensiv.
Im Vergleich zu den meisten Designteams begleiten wir die Felge von der Skizze bis zur Fertigung. Das heißt, wir erledigen auch den sogenannten Feasibility-Prozess, also die Machbarkeitsanalyse. Somit können wir garantieren, dass das Design bis hin zur Produktion beim Lieferanten unseren hohen Ansprüchen gerecht wird. Eine weitere Besonderheit in diesem Entwicklungsprozess ist die Durchführung von Festigkeits- und Aerodynamikberechnungen bereits in der Entwurfsphase. Nur so können wir realistische Entwürfe präsentieren. Dies beschleunigt den Entwicklungsprozess und vermeidet zusätzliche Präsentationen.

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Was nehmen Sie persönlich aus dem Projekt mit?

In jeder Hinsicht ist es eine neue Zeitrechnung, die mit der ID. Familie beginnt. Wir haben seit dem ID.3 ganz neue Randbedingungen und eine ganz andere Zusammenarbeit zwischen verschiedensten Abteilungen. Wir haben neue Prozesse implementiert, die engere Absprachen mit dem Marketing und dem Vertrieb, der Baureihe, der Technischen Entwicklung sowie dem Design erforderlich machen. Eine so grundsätzliche Veränderung prägt – nicht nur, weil man viele neue interessante Menschen innerhalb des eigenen Unternehmens kennenlernt.
Auch war ich selbst überrascht, dass durch die hohen Zielsetzungen – unter anderem bei Aerodynamik und Gewicht – auch Lackierungen anders wirken. Durch die Flächigkeit der Aero-Räder wirken manche Farben ganz anders als bei Rädern ohne aerodynamische Optimierung. Daraus entwickelte sich der Wunsch unseres Designchefs Klaus Bischoff nach einer zusätzlichen Farbvariante: das 20 Zoll große Rad in Schwarz mit Glanzdrehung. Eine Art „Chief’s choice“ also.

Erzählen Sie uns ein bisschen über sich und Ihre Arbeit bei Volkswagen. Stimmt es, dass das Räderdesign rund 50 Prozent des Gesamterscheinungsbildes eines Fahrzeugs ausmacht? Wenn ja: Warum ist das so?

Das Verhältnis von Karosserie und Raddesign ist tatsächlich 70 : 30. Diese Rechnung ist subjektiv und ergibt sich aus diversen Faktoren: Zum einen ist dies bestimmt durch das Verhältnis der Gesamtfläche der Seitenansicht des Fahrzeugs. Hier entsprechen die Räder ungefähr einer Fläche von 30 Prozent. Und zum anderen geben die Räder dem Fahrzeug einen gewünschten individuellen Charakter: sportlich, elegant, technisch – und so weiter. Trotzdem erhöht sich die subjektive Wahrnehmung von Raddesigns bei einigen Fahrzeugen auf nahezu die Hälfte – auch das stimmt. Es sind die Schuhe des Autos, so wie man auch die eigene Garderobe durch die Schuhe verändert. Der ID.3 hat sehr große Räder: von 18 bis 20 Zoll. Hier ist der Effekt manchmal fast noch größer, auch durch die erhöhte Flächigkeit der gesamten Räderpalette. Denn sie prägt noch stärker das Aussehen des Fahrzeugs.

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