Sven Köhler im Interview
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Sven Köhler im Interview
Sven Köhler im Interview
Becoming ID.

Fahrzeugbau: ein Prototyp entsteht

Becoming ID.

Fahrzeugbau: ein Prototyp entsteht

26.03.2020

Die Planung und Entwicklung des ID.3 (seriennahe Studie) sind eine Sache, die Fertigung und Erprobung eine völlig andere. Welche Herausforderungen Sven Köhler dabei täglich meistern muss und was ihn am ID.3 fasziniert? Hier erfahren Sie es.

26.03.2020

Die Planung und Entwicklung des ID.3 (seriennahe Studie) sind eine Sache, die Fertigung und Erprobung eine völlig andere. Welche Herausforderungen Sven Köhler dabei täglich meistern muss und was ihn am ID.3 fasziniert? Hier erfahren Sie es.

Der Alltag eines Jobs, bei dem Geheimnisse auf der Tagesordnung stehen. Geheimnisse um die Zukunft des Automobilbaus. Sven Köhler hat als Fahrzeugsteuerer schon früh mit den geheimsten Fahrzeugen bei Volkswagen zu tun – so auch schon vor ein paar Jahren mit den ersten Prototypen des ID.3 (seriennahe Studie).

Was bewegte Sie bei der Entwicklungsarbeit des ID.3 am meisten?

Grundsätzlich finde ich es richtig gut, dass der ID.3 über Heckantrieb verfügt. Wieder! Das ist wie beim Käfer – oder bei einem T3 Bus. Damals gab es einige Fahrzeuge mit Heckantrieb und das Fahrverhalten jetzt mit dem ID.3 ist eben komplett anders als das derzeitiger Modelle mit Frontantrieb. Das ist vielen hier bei uns nicht so wirklich klar; einige sind überrascht, wenn sie zum ersten Mal ID.3 fahren.
Und tatsächlich fand ich es unglaublich toll, als der erste jemals gebaute ID.3 in seiner Serienform – damals in Schwarz – durch unsere Produktionshalle fuhr. Das war ein großartiges Ereignis.

An welchem Punkt merkten Sie, dass Elektromobilität für jedermann vor dem Durchbruch steht?

Meine Frau fährt schon seit einem Jahr Passat GTE (Kraftstoffverbrauch, l/100 km: kombiniert 1,6; Stromverbrauch, kWh/100 km: kombiniert 14,7; CO₂-Emission, g/km: kombiniert 36; Effizienzklasse: A+) – und ich habe in unserer Garage auch eine Wallbox verbaut. Und man überlegt sich ja selber, ob so ein Auto als „Zweitwagen“ für die Familie ausreichend ist. Ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass das wirklich ein praktisches und schönes Auto ist, um den gesamten Alltag effizient und angenehm zu bewerkstelligen. Wir fahren hier bei uns im Ort die ganze Zeit rein elektrisch.
Ich achte im privaten Umfeld noch mehr auf Stromtankstellen. Und es gibt ja immer mehr: Supermärkte bieten mittlerweile Lademöglichkeiten an, man kann in vielen deutschen Städten kostenlos parken und die Technik schreitet mit immer größeren Schritten voran.

Toll, dass der ID.3 über Heckantrieb verfügt. Wieder - denn das ist wie beim Käfer!
Sven Köhler
Fahrzeugsteuerer

Im Detail: Welche Technologie finden Sie beim neuen ID.3 am faszinierendsten?

Das Zusammenspiel von Technik und Bedienung beim ID.3 finde ich hervorragend. Dass der ID.3 einen erkennt und freundlich mit den Scheinwerfern begrüßt, wenn man auf ihn zugeht, dass die Bedieneinheit rund um das Multimediasystem so offen aufgebaut und intuitiv bedienbar ist und – natürlich – dass der ID.3 über Hinterradantrieb verfügt. Das finde ich einfach nur superstark gemacht.

Über den gesamten Projektverlauf betrachtet: Was war die größte Herausforderung, vor der Sie standen?

Die Verknüpfung von Software, E-Maschine und Batteriemanagement war eine große Herausforderung. Auch das Fahrzeug nicht nur innerhalb, sondern auch mit der Umwelt zu vernetzen, ist keine einfache Sache gewesen. Aber da gab es noch ein paar andere Hürden: So war die Adaption des neuen Kältemittels eine große Anstrengung. Dass auch die Batterie punktgenau gekühlt oder gewärmt wird – wenn man zum Beispiel auf Wintererprobung geht –, war eine weitere Herausforderung, weil wir oft eine neue Software bekommen haben oder neue Hardware-Veränderungen konstruiert wurden. Aber wir haben alle diese Sachen echt gut geschafft.

 

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Was nehmen Sie persönlich aus dem Projekt mit?

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Und man war gut beraten, immer einen Plan B zu haben, weil Plan A nicht funktionierte. Heißt: Eine Lösung ist gut, reicht aber manchmal nicht aus.

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