Marco Pavone auf der Arbeit.
Marco Pavone auf der Arbeit.
Marco Pavone auf der Arbeit.
Marco Pavone auf der Arbeit.
Becoming ID.

Plastillinmodell: Design in Vollendung

Becoming ID.

Plastillinmodell: Design in Vollendung

24.03.2020

Der modulare E-Antriebsbaukasten legt den Grundstein für die Entwicklung eines völlig neuen Designs. Erleben Sie, wie die Designer Ästhetik, Dynamik und Effizienz in Einklang bringen, um den ID.3 unverwechselbar zu machen.

24.03.2020

Der modulare E-Antriebsbaukasten legt den Grundstein für die Entwicklung eines völlig neuen Designs. Erleben Sie, wie die Designer Ästhetik, Dynamik und Effizienz in Einklang bringen, um den ID.3 unverwechselbar zu machen.

Welche Vorteile hat der neue Modulare E-Antriebsbaukasten für die Entwicklung des Designs für den ID.3? Wie differenzieren sich die rein elektrischen Fahrzeuge der ID. Familie von den konventionell angetriebenen? Und wie muss ein Elektrofahrzeug überhaupt aussehen? Diese Fragen beantwortet Marco Pavone, Leiter Exterior Design bei Volkswagen.

Was bewegte Sie bei der Entwicklungsarbeit der ID. Familie am meisten?

Der Modulare E-Antriebsbaukasten hat uns auf jeden Fall geholfen, ein super cooles Design für den ID.3 zu entwerfen. Ein Feuerwerk der Kreativität ging hier los, weil wir viel diskutierten und uns mit unseren Vorstellungen auseinandersetzten – auch teilweise sehr intensiv und kontrovers. Aber dadurch, dass wir jede kleine Schraube, jedes Teil und jeden Winkel neu machen durften und Originalität geschaffen haben, ist es uns gelungen, einzigartige Proportionen zu kreieren und ein sehr klares und puristisches Design auf die vier großen Räder zu stellen. Das ist ja der Zauber unseres Berufes: eine Idee nehmen und in die Realität transferieren. Das ist schon sehr cool.

An welchem Punkt merkten Sie, dass Elektromobilität für jedermann vor dem Durchbruch steht?

Als ich unseren ID.3 zum ersten Mal gesamtheitlich bei uns im Studio betrachten konnte! Er ist charakterstark, nahezu skulptural und hat ganz klare und feine Linien. Ich bin mir sicher, dass er bei vielen Kunden und Interessenten das eindeutige Gefühl von „Liebe auf den ersten Blick“ auslöst, wenn sie ihn zum ersten Mal sehen. Am Ende ist die Emotionalität – neben all der Vernunft und der Diskussion um grüne Mobilität – das Allerwichtigste bei einem Automobil, das Herzen erobern soll und muss. Vor allem in solch einer Phase des Umbruchs.

Am Ende ist die Emotionalität das Allerwichtigste bei einem Automobil, das Herzen erobern soll.
Marco Pavone
Leiter Exterieur-Design

Im Detail: Welche Technologie finden Sie beim neuen ID.3 am faszinierendsten?

Wir designen jetzt von innen nach außen – statt wie bislang von außen nach innen. Wir nennen diese Architektur, die ein überdurchschnittlich großzügiges Interieur zulässt, „Open Space Architecture“. Dieses Konzept ist faszinierend, da wir das Interieur so weiträumig gestalten konnten, wie es bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen eigentlich nur eine Klasse höher möglich ist. Das ist jetzt zwar keine „Fahrzeugtechnologie“ im eigentlichen Sinne, aber dafür ein Weg, der es erlaubt, neue Methoden für eine deutlich verbesserte Raumökonomie anzuwenden.

Über den gesamten Projektverlauf betrachtet: Was war die größte Herausforderung, vor der Sie standen?

Die größte Herausforderung war es, den ID.3 auf den ersten Blick als E-Fahrzeug erkennbar zu machen und innen dieses tolle Raumgefühl zu schaffen. Wir haben schon ein richtig cooles Package bekommen: Die Räder sind deutlich größer, der Radstand ist gewachsen, die Überhänge super kurz, die Proportionen ästhetisch. Das führt zu enormen Platzverhältnissen im Interieur. Und wir haben eine deutliche optische Differenzierung gegenüber Verbrennerfahrzeugen, die klarmacht, dass es sich hier um eine neue Ära der Mobilität handelt. Das zu erreichen, ist schwierig und eine echte Herausforderung – aber das ganze Design Team hat da verdammt gut zusammengearbeitet.

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Was nehmen Sie persönlich aus dem Projekt mit?

Seit über 20 Jahren arbeite ich für Volkswagen. Ich durfte viele konventionell angetriebene Fahrzeuge für Asien, Nordamerika und Europa entwerfen. Jedoch hatte ich zuvor noch nie die Chance, wesentlicher Bestandteil einer komplett neuen Ära und damit Teil der Volkswagen Geschichte zu sein. Deswegen ist es für mich als Automobildesigner eine Ehre, dieser Zeit, ja dieser Reise in die Zukunft eine charakterstarke und selbstbewusste Formensprache zu geben.
Dieses Gefühl, das Design so formen zu können, dass es beim „ersten Date“ zwischen Kunde und Automobil richtig funkt, ist unbeschreiblich – aber gleichwohl herausfordernd. Und das gelingt nicht, wenn man nur eine atemberaubende Skulptur liefert. Es geht um mehr: um eine Vision, eine Idee hinter dem Ganzen. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht – und uns alle weiterentwickelt.

Wenn Sie in den ID.3 einsteigen, sich das Interieur für zehn Sekunden anschauen und danach die Augen schließen – welche zwei Elemente im Innenraum charakterisieren das Design des ID.3? Also: Welche beiden Stilelemente bleiben für immer im Kopf?

Eine Meisterleistung sind die großen Bildschirme im Interieur des ID.3. Wie sie ausgeführt und modelliert sind, ist beeindruckend. Denn: Wir lassen die Displays inklusive Touch-Bedienung schweben – ein Merkmal, das für Immer im Kopf bleibt, probieren Sie es aus! Zweiter Punkt ist das Lenkrad: Sein extravagantes Design – wahlweise in hellem Material – mit berührungsempfindlichen multifunktionalen Tasten ist nicht nur ergonomisch ein Highlight, sondern auch optisch eine Augenweide.

 

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