Klaus Bischoff mit Designs für Volkswagen
Klaus Bischoff mit Designs für Volkswagen
Klaus Bischoff mit Designs für Volkswagen
Klaus Bischoff mit Designs für Volkswagen
Becoming ID.

Erste Designideen: die vollelektrische ID. Familie

Becoming ID.

Erste Designideen: die vollelektrische ID. Familie

20.03.2020

Klaus Bischof, Chefdesigner von Volkswagen, und sein Team haben mit der vollelektrischen ID. Familie aus einer Vision Realität gemacht. Das radikal neue Design ist zugleich Sinnbild für die neuen Freiheiten, die Elektromobilität bietet.

20.03.2020

Klaus Bischof, Chefdesigner von Volkswagen, und sein Team haben mit der vollelektrischen ID. Familie aus einer Vision Realität gemacht. Das radikal neue Design ist zugleich Sinnbild für die neuen Freiheiten, die Elektromobilität bietet.

Er machte mit dem ID.3 aus Vision Wirklichkeit: Klaus Bischoff, Chefdesigner von Volkswagen. Warum für die Elektromobilität eine eigene Produktfamilie geschaffen wurde und was die speziellen Anforderungen an ein Elektroauto sind, erzählt uns der 57-Jährige in der Interviewserie „Becoming ID.“.

Warum wurde für die Elektromobilität eine eigene Produktfamilie – die ID. Familie – geschaffen?

Uns war von Anfang an klar, dass wir eine eigene, kompromisslose Plattform für Elektromobilität benötigen, um unserem Anspruch an die Reichweite, die Qualität, aber auch den Preis gerecht werden zu können. Das Layout ist bei einem elektrischen Fahrzeug komplett anders. Das größte Bauteil ist nicht mehr der Motor, sondern die Batterie, die sich am besten zwischen den Achsen im Fahrzeugboden positionieren lässt und damit für einen sehr niedrigen Schwerpunkt sorgt. Die ID. Familie ist mit ihrer MEB-Plattform kompromisslos elektrisch ausgelegt. Mit dieser Herangehensweise fängt Elektromobilität an, richtig Spaß zu machen, weil sich dadurch Vorteile ergeben, die bei einer gemeinsamen Plattform für Elektro- und Verbrennungsmotoren nicht möglich sind. Und da wollten wir immer hin: eine emotionale Mobilität schaffen, die sich nicht auf rationale Argumente beschränkt. Elektromobilität darf kein Verzicht sein, sondern muss Spaß machen. Nur so überzeugen wir die Menschen.

Der ID.3 ist für Volkswagen ein Meilenstein, wie es der Käfer oder der erste Golf waren. Wie geht man an das Design eines solchen Schlüsselmodells ran?

So einen technischen Umbruch hat es in der Geschichte von Volkswagen noch nicht gegeben. Die Entscheidung, ein solches Projekt wie die ID. Familie zu starten, war ein Riesenansporn. Wir wollten zeigen, was wir gemeinsam schaffen können. Ein Elektroauto hat grundlegend andere Anforderungen an das Design. Die Luftzufuhr spielt kaum noch eine Rolle, die Aerodynamik dagegen ist für die Reichweite funktional essenziell. Dieser Funktionalität haben wir eine Ästhetik gegeben, mit einer nahtlosen, fließenden Formensprache. Bei Schlüsselmodellen geht es natürlich vor allem um Emotionalität. Die ID. Familie nimmt mit ihrem Gesicht ohne Kühlergrill und dem Heckantrieb Bezug zu unseren Wurzeln, die der Käfer und Bulli mit Heckmotor begründet haben, und blickt mit einem Lächeln in die Zukunft.

Wenn es ein perfektes Produkt gibt, dann ist der Golf sehr nahe dran. Das wollten wir auch mit der vollelektrischen ID. Familie schaffen.
Klaus Bischoff
Head of Volkswagen Design und Executive Director

Gab es eine Benchmark für den ID.3, einen Standard, den Sie erreichen wollten?

Wir wollten Elektromobilität auf unsere Art machen – the Volkswagen way. Elektroautos gab es zum Startpunkt der ID. Familie schon einige, auch den e‑Golf. Uns war klar, dass da mit einer eigenen Elektromobilitätsplattform noch viel mehr geht. Der konventionelle Golf ist ja deshalb so erfolgreich, weil er zu 100 % optimiert ist. Wenn es ein perfektes Produkt gibt, dann ist der Golf sehr nahe dran. Das wollten wir mit dem ID. auch elektrisch schaffen.

Was hätten Sie zu Projektbeginn des ID.3 so nicht erwartet?

Wie beeindruckend Elektromobilität in diesem Segment sein kann. Der niedrige Schwerpunkt und das sofort anliegende Drehmoment schaffen ein unglaubliches Fahrgefühl. Ich habe von der ersten Fahrt an nichts vermisst. Im Gegenteil: In Kombination mit unserem situationsabhängigen User Interface und Connectivity schaffen wir ein Mobilitätserlebnis, das es in der Kompaktklasse noch nicht gegeben hat – ein Riesensprung nach vorne.

Der ID.3 ist nun Serienrealität, die ID. Familie fast komplett, wie geht es weiter?

Der ID.3 ist erst der Anfang. Die ganze ID. Familie möchte jetzt in Serie gehen. Und natürlich arbeiten wir auch schon an der Zukunft nach der Zukunft.

 

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