Daniel Thioune im Porträt
Daniel Thioune im Porträt
Daniel Thioune im Porträt

Fußballspruch des Jahres von Daniel Thioune

Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur und Volkswagen präsentieren den „Fußballspruch des Jahres“. Gewonnen hat Daniel Thioune. Er hat sich gegen folgende Sprüche durchgesetzt.

Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur und Volkswagen präsentieren den „Fußballspruch des Jahres“. Gewonnen hat Daniel Thioune. Er hat sich gegen folgende Sprüche durchgesetzt.

Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur und Volkswagen präsentieren den „Fußballspruch des Jahres“. Elf schlagfertige, amüsante und philosophische Sprüche standen zur Auswahl. Durchgesetzt hat sich Daniel Thioune, der neben der Preisfigur MAX auch 5.000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck gewinnt.

Daniel Thioune

„Wer es nicht schafft, gegen den HSV zu punkten, sollte nicht auf dem Rücken eines Flüchtlings, der niemandem etwas getan hat, versuchen, einen Vorteil herauszuholen, sondern besser auf die eigenen sportlichen Fehler schauen.“

Im August 2019 legten mehrere Zweitligisten Einspruch gegen die Wertung ihrer verloren gegangenen Spiele gegen den Hamburger SV ein, weil HSV-Profi Bakery Jatta als Flüchtling unter falscher Identität nach Deutschland gekommen sein soll. Für den damaligen Osnabrück-Trainer Daniel Thioune war das Verhalten der Konkurrenz ein Unding. Heute ist er selbst Trainer des HSV, die Ermittlungen gegen Jatta sind längst eingestellt.

Fans von Eintracht Frankfurt

„Adi, meld dich, wenn du eine Spielunterbrechung brauchst!“

Mit einem Transparent und diesem Spruch sorgten Frankfurt-Fans am 4. März beim DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen für Aufsehen. Am Wochenende vorher waren mehrere Bundesligaspiele wegen Fanprotesten gegen Kollektivstrafen unterbrochen worden. Nun boten sie Eintracht-Trainer Adi Hütter mehr oder weniger direkt an, Spielunterbrechungen wegen beleidigender Plakate gegen Dietmar Hopp taktisch einzusetzen. Hütter hatte das gar nicht nötig, das Spiel ging mit 2:0 für Frankfurt aus. Trotzdem: sehr kreativer Fanprotest.

Deniz Aytekin

„Das hat mit Fußball nichts zu tun ... Ohne Fans ist es nicht mal die Hälfte wert.“

Nicht nur Spieler und Fans können Geisterspielen wenig abgewinnen, Schiedsrichter sind ebenfalls wenig begeistert. Einer der bekanntesten Deutschlands, Deniz Aytekin, sprach nach seinem ersten Geisterspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln von einer „beängstigenden“ Atmosphäre. Kein Wunder, das rheinische Derby ist für beide Fanlager das Highlight der Saison, entsprechend euphorisch ist die Stimmung im Stadion – normalerweise.

Thomas Grethlein

„Das Leben ist kein FC Bayern. Das Leben ist eher wie der Club.“

Beim Neujahrsempfang des 1. FC Nürnberg wollte der Aufsichtsratsvorsitzende Fans und Sponsorengemeinde auf ein schwieriges Jahr einstimmen. Weil Thomas Grethlein aber auch promovierter Philosoph ist, bekamen die Anwesenden gleich noch eine Weisheit fürs Leben mit.

Manuel Gräfe

„Der Einzige, den ich gesiezt hab, war Olli Kahn. Ich war Mitte 20 und hatte Angst.“

Schiedsrichter sind mutige Menschen. Wie sonst ist zu erklären, dass sie es freiwillig Woche für Woche quasi allein mit 22 Spielern auf dem Platz aufnehmen? Wer dabei auch nur einen Funken Angst erkennen lässt, steht auf verlorenem Posten. Insofern darf der Berliner Bundesliga-Referee Manuel Gräfe als mutig bezeichnet werden – auch wenn er es nach eigener Aussage nicht immer war.

Kevin-Prince Boateng

„Die Möglichkeit war da, allen zu zeigen, dass so etwas nicht akzeptiert wird. Nicht in Deutschland. Nicht in der Bundesliga. Nicht in unserem Verein.“

Kevin-Prince Boateng, auf dem Platz Kraftmaschine und Ballästhet zugleich, macht seit einigen Jahren mit seinem Engagement gegen Rassismus auf sich aufmerksam. Einst verließ er nach rassistischen Fangesängen gegnerischer Anhänger mit seinen Mitspielern des AC Mailand den Platz, später hielt er eine Rede bei der UN. Im Fall der rassistischen Äußerungen des damaligen Schalke-Aufsichtsratschefs Clemens Tönnies hätte sich Boateng eine härtere Strafe gewünscht.

Nils Petersen

„Es sind jetzt andere Menschen die Stars, das ist doch auch mal schön.“

In der Hochphase der Corona-Pandemie war an Fußball im Stadion nicht zu denken. Plötzlich sprachen alle über systemrelevante Berufe anstatt über Fußballergebnisse. Für Freiburgs Stürmer Nils Petersen kein Problem, er konnte dem sogar etwas Gutes abgewinnen.

Jens

„Halt die Fresse!“

Beim Länderspiel Deutschland-Argentinien (2:2) wurde ausnahmsweise ein Fan zum Star: Jens aus Dortmund. Er hatte einen unverbesserlichen Zuschauer bei der Schweigeminute für den Anschlag von Halle energisch zur Ruhe ermahnt. „Die Teams kamen rein, die Hymnen wurden gespielt, dann erschien plötzlich auf der Anzeigetafel, dass es eine Schweigeminute gibt“, erinnert sich Jens in der Bild-Zeitung. „Als die anfing und der Typ laut die Hymne sang, kam das bei mir einfach aus dem Bauch heraus, dass ich ,Halt die Fresse‘ rief.“ Zivilcourage par excellence.

Hassan Talib Haji

„Ich habe mal zu meiner Schwester gesagt: Wenn du irgendwann mal einen Mann heiratest, nimm einen Schalker. Den kannst du so oft enttäuschen, wie du willst – der bleibt immer an deiner Seite.“

Hassan Talib Haji ist Journalist, Fußballexperte und Schalke-Fan. Für S04-Anhänger gab es in den vergangenen Monaten und Jahren allerdings nur selten Grund zur Freude. Aber die Schalker sind nach Aussage des Experten nicht nur extrem leidenschaftlich und emotional, sondern haben auch eine Eigenschaft, die sie besonders hervorhebt: ihre Treue.

Fans von Union Berlin

„Kein Stadionverbot fürs Geschlecht – Fan sein ist ein Menschenrecht“

Starke Aktion von den Eisern-Union-Fans. Nach dem Tod der Iranerin Sahar Khodayari, die sich aus Protest gegen das Verbot von Zuschauerinnen beim Männerfußball selbst in Brand gesetzt hatte, machten die Anhänger per Banner auf die Tragödie aufmerksam. Ein wichtiges Statement für Gleichberechtigung, nicht nur im Stadion.

Fans von Bayern München

„Wen müssen wir beleidigen, damit über die EU-Grenzpolitik nachgedacht wird?“

Wenn Fußballfans darauf aufmerksam machen, dass es neben dem Sport noch andere, vielleicht lebenswichtige Dinge gibt, ist das schon ein starkes Statement. Genau das haben Anhänger des FC Bayern getan, als die „Causa Hopp“ die öffentliche Aufmerksamkeit beherrschte.

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